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Immunsystem : Granulom - Das Schlachtfeld der Körperabwehr

  • Aktualisiert am

Tuberkulosebakterien unter dem Elektronenmikroskop Bild: CDC / Janice Carr

Bei einer Infektion mit Tuberkulose-Erregern schafft der Körper ein sorgsam ausbalanciertes Abwehrpaket - das Granulom. Es wird gefährlich, wenn die Balance aus dem Gleichgewicht gerät.

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          Tuberkulosebakterien gedeihen ausgerechnet in Makrophagen - jenen Fresszellen des Immunsystems, die Eindringlinge sonst unschädlich machen. Die Bazillen lassen sich zunächst auch verschlingen, blockieren dann aber auf noch nicht geklärte Weise ihre eigenen Verdauung in den Phagosomen, den winzigen Mägen der Fresszellen. Einige Bazillen erwischt es aber doch - Makrophagen und die aus ihnen hervorgehenden vielkernigen Langhans-Zellen präsentieren deren Bruchstücke anderen Zellen.

          T-Helferzellen (CD4) senden daraufhin eine Reihe von Botenstoffen aus, mit denen sie die weitere Abwehr koordinieren: Chemokine locken weitere Immunzellen aus den angrenzenden Blutgefäßen an den Ort des Geschehens; Interferon-[gamma] signalisiert den Makrophagen, die eingeschlossenen Bakterien mit Hilfe reaktiver Sauerstoff- und Stickstoffverbindungen (ROI, RNI) anzugreifen. TNF-[alpha] und TGF-[beta] sind fur den Aufbau der schützenden Bindegewebskapsel wichtig - eine Arthritis-Therapie mit Antikörpern gegen TNF-[alpha] kann daher eine latente Tbc zum Ausbruch bringen.

          T-Killerzellen (CD8) gehen rabiater zur Sache: Sie sondern Granulysin und Perforin ab, Eiweißstoffe, die Löcher in die bakterielle Zellwand schlagen. Mit Zytolysinen können sie infizierte Fresszellen töten und aufbrechen.Gerät die feine Balance der Immunantwort aus dem Gleichgewicht, etwa wenn eine HIV-Infektion die CD4-Zellen tötet, droht ein Ausbruch der Tbc aus dem Granulom.

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