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Hirnforschung : Wie entsteht Kunst im Gehirn?

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An Hirnstrukturen kann man Veranlagungen erkennen. Die menschliche Entwicklung wird aber nicht nur dadurch bestimmt. Bild: Image Source

Der Forscher Wolf Singer sprach darüber, was die Hirnforschung über menschliche Kreativität und die Deutung der Welt durch die Kunst sagen kann, und diskutierte darüber auch mit dem Bildhauer Tobias Rehberger. FAZ.NET zeigt die Veranstaltung im Video.

          Künstler erforschen Möglichkeitsräume jenseits der vorgefundenen Wirklichkeit und machen ihre Entdeckungen im Kunstwerk für andere erfahrbar. Erzeuger und Adressaten von Kunst nutzen dabei die kreativen und konstruktiven Fähigkeiten ihrer Gehirne. Diese zu definieren und ihre neuronalen Grundlagen aufzuklären, ist eine der Aufgaben der Hirnforschung.

          Der Frankfurter Hirnforscher Wolf Singer sprach im Städel-Museum über die Möglichkeitsräume jenseits der vorgefundenen Wirklichkeit und wie Entdeckungen im Kunstwerk erfahrbar gemacht werden. Anschließend diskutierte er mit dem Frankfurter Bildhauer Tobias Rehberger.  Es moderierte F.A.Z.-Redakteurin Julia Voss.

          Der von der Hertie-Stiftung und dieser Zeitung veranstaltete Vortrag in der Reihe „Hirnforschung, was kannst du?“ wurde ebenso wie die Diskussion von FAZ.NET aufgezeichnet.

          Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolf Singer ist Senior Research Fellow am Ernst Strüngmann Institut für Neurowissenschaften in Frankfurt und Leiter einer Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Hirnforschung. Singer hat sich hervorgetan durch Forschung auf verschiedensten Gebieten, darunter Sehen, Lernen und Bewusstsein. Dabei möchte er herausfinden, wie das Gehirn seine vielfältigen Prozesse verknüpft, um zu einem einheitlichen Gesamteindruck zu gelangen.  Singer publizierte über 650 Artikel und Aufsätze und erhielt für seine wegweisenden Arbeiten zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Cothenius-Medaille der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina im Jahr 2013.

          „Der freie Wille ist eine Illusion“: Wolf Singer in seinem Büro im Max-Planck-Institut.

          Tobias Rehberger, 1966 in Esslingen geboren, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main, wo er von 1987 bis 1992 bei Thomas Bayerle und Martin Kippenberger an der Städelschule studierte. Seit 2001 ist er Professor für Bildhauerei an derselben Hochschule. Mit zahlreichen Museums- und Galerieausstellungen weltweit gehört er international zu den bedeutendsten Konzeptkünstlern. Seine Skulpturen bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Architektur, Design, Mode, Werbung und Soziologie. Dabei gibt er dem modernistischen Vorhaben, gleichermaßen funktionale wie schöne Objekte zu schaffen, eine aktuelle Dimension.

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