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Heute in der Zeitung : Kliniken operieren ohne Routine

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Die Seite N1 der Ausgabe von diesem Mittwoch Bild: F.A.Z.

Verstöße gegen die OP-Regeln bei Speiseröhrenkrebs, ein fast perfekter Treibstoff, die Spätfolgen der Ebola-Epidemie, Kritik an der Fischfangindustrie - das sind einige der Themen in unserer Mittwochsbeilage „Natur und Wissenschaft“.

          Wer eine Ebola-Epidemie überlebt hat, gilt als geheilt - doch er ist es nicht vollständig, weisen jetzt Ärzte auf eine zweite Tragödie in Westafrika hin. Die Patienten leiden weiter unter Sehstörungen, chronischen Schmerzen und vielen weiteren Symptomen. Forscher haben außerdem die Struktur der neu entdeckten Spuren von Flüssigkeiten auf dem Mars näher gedeutet. Die vielfach empfohlenen Osteoporose-Medikamente sind in die Kritik geraten. Und die Fortschritte beim europäischen Fischfang stagnieren: Man hört schon wieder damit auf, die Bestände - wie zuvor vereinbart - zu schonen. New Yorker Wissenschaftler sind derweil dem perfekten Treibstoff ein Stück näher gekommen: Sie können damit bereits ein Spielzeugauto sauber und umweltfreundlich zum Fahren bringen. Mediziner machen sich Sorgen um die zunehmende Zahl an großen Flachbildschirmen in Privathaushalten: Neue Zahlen zeigen, dass immer mehr Kleinkinder durch umfallende Geräte schwer verletzt werden. Kritische Stimmen kommen aus der Viszeralchirurgie: Eigentlich sollten Kliniken Mindestmengen beachten, wenn sie Patienten - etwa wegen einer Krebserkrankung - an der Speiseröhre operieren. Nur Kliniken, die mindestens zehn Fälle im Jahr behandeln, sollen den Eingriff vornehmen; sonst fehlt die Routine. Doch offenbar setzen sich zwei Drittel der Kliniken über die Regel hinweg. Wie man solche Verstöße verhindern könnte, hat unser Mitarbeiter Stephan Sahm recherchiert. 

          Hier ein Auszug aus dem Artikel:

          „Thomas Mansky von der Technischen Universität in Berlin und seine Mitarbeiter haben die Behandlungsergebnisse der Operationen an der Speiseröhre in Beziehung gesetzt zur Häufigkeit, mit der diese Eingriffe durchgeführt werden. Die Wissenschaftler haben die im Statistischen Bundesamt in Wiesbaden gesammelten Daten über die Krankenhausaufenthalte in Deutschland analysiert. Das Amt erfasst lückenlos die Diagnosen, die durchgeführten Prozeduren und den Ausgang aller Krankenhausbehandlungen in Deutschland. Die Ergebnisse dieser Analyse sind ernüchternd, um nicht zu sagen desaströs. Sie wurden jetzt im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten in Leipzig vorgestellt. Das Ärztetreffen wird seit einigen Jahren gemeinsam mit den Viszeralchirurgen ausgerichtet.

          In Deutschland wurden demnach im Jahr 2011 mehr als 3500 Operationen von Speiseröhrenkrebs durchgeführt. Nur in einem Drittel der Krankenhäuser wurde die Mindestmenge von zehn Eingriffen pro Jahr erreicht. Die übrigen Kliniken, immerhin zwei Drittel, kamen über eine durchschnittliche Anzahl von vier Operationen im Jahr nicht hinaus. (...)“

          Der  vollständige Artikel ist  in der Mittwochsbeilage „Natur und Wissenschaft“ der F.A.Z. zu lesen.

          Die Seite N2 der Ausgabe von diesem Mittwoch

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          Ansprechpartner:  wissenschaft@faz.de

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