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Heute in der Zeitung : Das gesteuerte Sterben

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Die Seite N1 der Ausgabe von diesem Mittwoch Bild: F.A.Z.

Ärztliche Hilfe beim Suizid, Jupiters Supersturm, Laserchirurgie, Rätsel in Erdbebengebieten, Kasten im Ameisenstaat, schneller sein als das Licht - das sind einige der Themen in unserer Mittwochsbeilage „Natur und Wissenschaft“.

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          Harvard-Physiker haben ein Material entwickelt, in dem eine Lichtwelle scheinbar noch schneller vorankommen kann als mit Lichtgeschwindigkeit. Eine schwedische Studie ergibt, dass man das Befinden von psychisch Kranken deutlich verbessern kann, wenn man ihnen monatlich kleine Geldbeträge aushändigt. Gegen Lungenmetastasen hilft oft nur noch ein Mittel: die Laserchirurgie. Bekannt genug ist das auch unter Onkologen noch nicht. Astronomen beobachten, wie der berühmte Wirbelsturm auf dem Jupiter nach und nach kleiner wird. Biologen zeigen, wie die Kastenzugehörigkeit in Ameisenstaaten von der Genregulation im Gehirn der Insekten bestimmt wird. Ein Experiment niederländischer Forscher widerlegt Albert Einsteins Ansichten zum Phänomen der Verschränkung. Seismologen entdecken neue Widersprüche, die möglicherweise bei der Vorhersage von Erdbeben berücksichtigt werden müssen. Und ein niederländischer Medizinethiker berichtet, wie es die Gesellschaft im Nachbarland verändert hat, dass die Tötung auf Verlangen mit Assistenz eines Arztes legalisiert wurde. Das Gespräch mit dem Experten Theo Boer von der Theologischen Universität Kampen führte unser Mitarbeiter Stephan Sahm.

           Hier ein Auszug aus dem Interview:

          „Wie hat die Gesetzgebung zur Tötung auf Verlangen und zum assistierten Suizid die Gesellschaft verändert, ist die Hemmschwelle gesunken, eine Tötung für sich zu beanspruchen?

          Theo Boer: Die Enttabuisierung des gesteuerten Sterbens macht die Hemmschwelle tatsächlich niedriger. Ich halte es für bewiesen, dass ein Sterbehilfegesetz nicht nur Transparenz schafft für Fälle, die bislang im Geheimen stattfinden, sondern auch neue Fälle hervorruft. Immer mehr Patienten entscheiden sich schon bei einer fatalen Diagnose für aktive Sterbehilfe, ohne im Ernst die in Holland inzwischen sehr gute Palliativmedizin in Betracht genommen zu haben. Unter dem Namen „Doodnormaal“ bietet der Niederländische Sterbehilfeverein NVVE seit diesem Jahr Kursmaterial an Schulen an, um die Akzeptanz für aktive Sterbehilfe sogar schon bei jungen Leuten zu vergrößern. (...)

          Welche Menschen sind es, die in den Niederlanden die Tötung auf Verlangen in Anspruch nehmen?

          Theo Boer: Anfangs handelte es sich zu 95 Prozent um Krebskranke, in den neunziger Jahren auch Aids-Patienten, in einem terminalen Stadium. Mittlerweile ist ihr Anteil auf 75 Prozent gesunken. Hinzugekommen sind viele hundert Fälle verschiedenster Art: Demenzkranke, psychiatrische Patienten, Menschen mit einer Reihe von altersbedingten Beschwerden. Der Kreis derer, die sich für aktive Sterbehilfe entscheiden, hat sich erweitert, etwa auch Personen, die zur gleichen Zeit wie ihr todkranker Lebensgefährte sterben wollen. (...)“

          Der  vollständige Artikel ist  in der Mittwochsbeilage „Natur und Wissenschaft“ der F.A.Z. zu lesen.

          Die Seite N2 der Ausgabe von diesem Mittwoch
          Die Seite N2 der Ausgabe von diesem Mittwoch : Bild: F.A.Z.

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