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Heute in der Zeitung : Ärzte wollen vorbereitet sein

  • Aktualisiert am

Die Seite N1 der heutigen Ausgabe von „Natur und Wissenschaft“. Bild: F.A.Z.

Schreibende Roboter, betrügerische Schmetterlinge und Chirurgen, die eine bessere Vorbereitung auf Anschläge fordern - das sind einige der Themen in unserer Mittwochsbeilage „Natur und Wissenschaft“.

          2 Min.

          New Yorker Wissenschaftler zeigen, wie ein Computerprogramm schreiben lernen kann. Sie orientierten sich dabei daran, wie Menschen Schriften anderer Sprachen nachahmen. Geowissenschaftler empfinden die Sicht, die globale Erwärmung sei durch eine neue Grad-Zielmarke zu stoppen, als stark vereinfachend. Unruhe stiftet eine anstehende Gesetzesnovelle unter den Verantwortlichen für die naturhistorischen Sammlungen: Die Neuregelung des Kulturgutschutzes verunsichert viele derjenigen, die mit Forschungssammlungen arbeiten. Werden beispielsweise in Zukunft überhaupt noch Proben zu Forschungszwecken genommen werden können? Ein Falter, der Schwarzfleckige Ameisenbläuling, betrügt ganze Ameisenvölker: Er lässt seine Raupen von den Ameisen adoptieren und aufziehen, und zwar ohne nennenswerte Gegenleistung. Eine Studie aus Aachen beendet einen jahrelangen Medizinerstreit: Endlich ist klar, dass bei einer bestimmten Nierenerkrankung, der IgA-Nephropathie, eine Therapie mit Immunsuppressiva nicht zwingend notwendig ist. Materialforscher haben eine Oberfläche konstruiert, die einem Mottenauge gleicht: Reflexionen werden auf ein Minimum reduziert. Und amerikanische Wissenschaftler zeigen, warum Menschen mit Down-Syndrom stärker als andere zu Diabetes, Herzleiden und anderen Organerkrankungen neigen. Im Fachmagazin „Lancet“ schildern französische Notfallmediziner, wie es ihnen gelang, nach den Anschlägen in Paris am 13. November viele Schwerverletzte gleichzeitig zu versorgen. Nun fordern auch deutsche Chirurgen eine Neuorientierung, um sich auf Anschläge vorbereiten zu können. Doch noch fehlt die Finanzierung, die notwendig ist, um regelmäßige Großübungen zu ermöglichen und entsprechende Materialien vorrätig zu halten, wie unsere Mitarbeiterin Martina Lenzen-Schulte berichtet.

          Hier ein Auszug aus dem Artikel:

          “... „Vorbereitet sein“, das sei einer der Schlüsselsätze der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), erklärt ihr Generalsekretär Reinhard Hoffmann. Der Chefarzt der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Frankfurt am Main tut dies aus aktuellem Anlass: Die medizinische Fachgesellschaft hat Mitte der vergangenen Woche in einem Rundschreiben ihre Kliniken wegen der auch in Deutschland drohenden Terrorakte zu erhöhter Alarmbereitschaft aufgerufen. Die Rundmail an die unfallchirurgischen Chefärzte ermahnt unter anderem dazu, die Benachrichtigungswege für die Notfallteams und die Rettungsketten zu überprüfen sowie sicherzustellen, dass genügend Material für die Operationen vorrätig ist.

          Wie hilfreich dieses „Vorbereitet sein“ im Ernstfall ist, steht jetzt im medizinischen Fachjournal „Lancet“ (doi: 10.1016/S0140-6736(15)01063-69). Martin Hirsch und seine Kollegen von der Assistance Publique-Hôpitaux de Paris (APHP) beschreiben dort, wie der Krisenstab dieses Gremiums zum allerersten Mal in Frankreich auf den „Weißen Plan“ zurückgreifen musste. Dieser Plan existiert bereits seit 2004 für die kurzfristige Mobilisierung von Ressourcen zur Versorgung massenhaft Verletzter.  (...)“

          Der  vollständige Artikel ist  in der Mittwochsbeilage „Natur und Wissenschaft“ der F.A.Z. zu lesen.

          Die Seite N2 der heutigen Ausgabe von „Natur und Wissenschaft“.
          Die Seite N2 der heutigen Ausgabe von „Natur und Wissenschaft“. : Bild: F.A.Z.

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