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Globale Problemtiere : Wer will Katzen töten?

  • -Aktualisiert am

Graziös und geschickt: Katze überquert einen Gartenzaun Bild: Picture-Alliance

Vogelfreunde sehen die Artenvielfalt durch den globalen Boom der Katzen bedroht. Deren Verteidiger wehren sich. Der Streit eskaliert.

          10 Min.

          Das hören Katzenfreunde nicht gerne, aber: Hauskatzen sind zu globalen Problemtieren geworden. In den Jahren von 1986 bis 2016 hat sich ihre weltweite Population auf 600 Millionen Tiere verdoppelt – und die Berichte über die verheerenden Folgen, die die „Haustiger“ unter den anderen Tieren anrichten, reißen nicht mehr ab. In Australien gelten Katzen mittlerweile als eine größere Gefahr für die Artenvielfalt als der globale Klimawandel.

          Laut einer amerikanischen Studie werden dort jährlich zwischen 1,4 und 3,7 Milliarden Vögel und zwischen 6,9 und 20,7 Milliarden kleine Säugetiere von Katzen getötet. Die Medien ließen Katzen in der Folge zu „Killern“ und „Attentätern“ mutieren, die so bedrohlich wirkten wie die Staatsfeinde Amerikas, etwa Terroristen oder Großdrogendealer. In den Vereinigten Staaten, wo es hochgerechnet an die 100 Millionen Katzen gibt, konnte eine so medial zugespitzte Geschichte nicht folgenlos bleiben.

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