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Emmer, Einkorn und Dinkel : Zurück zum Urgetreide

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Brot aus sogenanntem Dickkopf-Landweizen, einer Kreuzung aus Dinkel und Weizen. Bild: Tobias Gerber/laif

Emmer, Einkorn und Dinkel stehen vor einer Renaissance – auch wegen des Klimawandels. Bei Stuttgart werden bis zu zehntausend Jahre alte Sorten erforscht. Dass daraus gefertigte Brote gerade bei jungen Leuten gut ankommen, hat einen ganz bestimmten Grund.

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          Beim Bäcker können die Kunden in Deutschland täglich aus mehr als dreitausend verschiedenen Sorten Brot auswählen. Die beliebteste Sorte ist das Weizenmischbrot. Doch seit einiger Zeit schon liegen auch Backwaren aus sogenanntem Urgetreide in den Regalen. Dazu gehören Dinkel, Emmer und Einkorn. Diese Sorten aber sind in den vergangenen zweihundert Jahren nach und nach von vielen Feldern in Deutschland verschwunden – und das hatte Folgen: So gibt es heute nur noch relativ wenig Wissen über ihren Anbau und ihre Verarbeitung. Das soll sich wieder ändern.

          So stehen Dinkel, Emmer & Co. in der Wissenschaft, auf den Feldern und nicht zuletzt in den Bäckereien vor einer Renaissance. „Urgetreide stehen erst am Anfang, erforscht zu werden“, sagt der Agrarwissenschaftler Friedrich Longin von der Universität Hohenheim. Mit dem sich überall in der Welt abzeichnenden Wandel des Klimas werden sich diese Arbeiten in den kommenden Monaten und Jahren wohl rasch beschleunigen. Vor den Toren von Stuttgart ist für die Erforschung der bis zu zehntausend Jahre alten Sorten gerade so etwas wie ein Startschuss gefallen.

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