Soziale Systeme : Warum Bildungsbürger politisch schwer einzuordnen sind
In den frühen Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts hatte man Umfragedaten, die aufhorchen ließen. Die Meinung der Industriearbeiter zu bestimmten politischen Fragen ließ sich damals in Kenntnis ihrer sozialen Stellung recht gut vorhersagen, bei der Mittelschicht war das schon merklich schwieriger, und speziell in der Gruppe der akademisch Gebildeten musste man offenbar auf jede Art von Überraschung gefasst sein. Die strenge Determination der politischen Einstellung einer Person durch ihre soziale und ökonomische Lage, an die damals nicht nur Marxisten glaubten, war also offenbar eine Variable. Ihr Wert lag hoch in manchen Gruppen und niedrig in anderen.
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