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Klimademonstranten in Ägypten.

Pariser Abkommen : Steht das 1,5-Grad-Ziel noch?

Ist Paris tot? In Scharm el-Scheich und unter Experten gibt es Streit um die zentrale Zahl des Abkommen. Manche wollen das 1,5-Grad-Ziel schon abhaken.
Hegel-Denkmal in der Dorotheenstraße in Berlin-Mitte

Neuer Fund : Hegels Vorlesungen

Als Student war Friedrich Wilhelm Carové dem Philosophen Georg Wilhelm Hegel nach Berlin gefolgt. Seine jetzt gefundenen Handschriften umfassen fast alle Teile von Hegels enzyklopädischem System.
Noten zur Literatur zur Musik: Tonbeispiel aus dem Heinz Holliger gewidmeten Heft 196/197 der „Musik-Konzepte“

Die „Musik-Konzepte“ : Der Lärm der Zeiten

Wie kann man über zeitgenössische Komponisten schon so etwas wie historische Urteile fällen? Ulrich Tadday, Herausgeber der „Musik-Konzepte“, nimmt sich zurück und will Neues bieten – weshalb der Band über Schostakowitsch noch auf sich warten lässt.
Irakische Muslime am Schrein des Sufi-Heiligen Sheikh Abdul Qadir Gilani.

Politische Wirkung von Religion : Opium des Volkes?

In vielen Gesellschaften sind besonders einkommensschwache Bevökerungsschichten auch besonders fromm. Ein Blick auf die politische Wirkung der Religiosität.

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  • Innenministerin Nancy Faeser

    Verfassungsschutz als Quelle : Ob jetzt rechts oder links

    Der Streit um Nancy Faeser offenbart das Dilemma der Extremismusbeobachter. Uwe Backes erörtert, ob Verfassungsschutzberichte der Demokratie gefährlich werden können.
  • Erscheint am Horizont des unmenschlichen Geschäfts die Morgenröte der Freiheit? François-Auguste Biard malte seine Darstellung des westafrikanischen Sklavenhandels 1840.

    Rassismus bei Hegel? : Das Wirkliche ist das Ungleiche

    Hegels Denken entspricht der Realität einer sozialen Welt, in der liberale Freiheiten mit rassistischer Diskriminierung einhergehen. Seine Verbannung aus dem Kanon wäre unvernünftig.
  • „Schreiben unter Schwierigkeiten“: Abbildung aus der englischen Ausgabe von Neufelds Bestseller „In Ketten des Kalifen. Zwölf Jahre Gefangenschaft in Omdurman“

    Propaganda in Medina : Ihr hört mir jetzt gut zu

    Deutschland wollte den Dschihadismus nicht immer domestizieren: Ein Aufsatz über Karl Neufelds politische Pilgerreise nach Medina im Sommer 1915.
  • Beobachtete Wladimir Putin schon am 31. Mai 1988 mit geheimer Freude, wie sich der amerikanische Präsident von einstudierten Bekundungen des guten Willens zu friedfertig stimmen ließ? Pete Souza, der als Fotograf des Weißen Hauses dieses Foto machte, glaubt in dem blonden Touristen mit der Kamera zwar den damaligen KGB-Agenten Putin zu erkennen. Aber diese Identifikation ist möglicherweise eine optische Täuschung, die als eine Form von nachträglicher Prophetie zu gelten hätte.

    Eine Prognose von 1988 : Eine Großmacht wie andere

    Der 2018 verstorbene Publizist Charles Kraushammer sah 1988 das Ende des Kalten Krieges und die Verwandlung Russlands richtig voraus. Seine Warnung, dass Feindschaft den Krieg überdauert, bleibt aktuell.
  • Eine Bundesversammlung, in der die Anzugträger noch fast unter sich waren: Gerhard Schröder, der Kandidat von CDU und CSU, gratuliert Gustav Heinemann am 5. März 1969. Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger klatscht nur verhalten Beifall.

    Heinemanns Demokratie : Mehr Synode wagen

    Hans Michael Heinig kommentiert eine unbeachtete Facette von Gustav Heinemanns Begriff der Demokratie. Der sozialdemokratische Bundespräsident liest sich stellenweise wie Carl Schmitt.
  • Lebensretter? Rapper Logic bei einem seiner Autritte in der Brixton Academy.

    Suizidprävention : Erklinge, Rapgesang, erklinge!

    Den Werther-Effekt der durch Lektüre induzierten Suizidwelle kennt man, obwohl er ein Mythos ist. Wiener Forscher haben jetzt Indizien für den komplementären Papageno-Effekt gefunden.
  • Ein Bierkenner riecht an einem Craftbeer. Die Bewertung von Bieren zeigt exemplarisch: Wer vielfach Gelobtes kritisch einordnet, kann sich dadurch besonders hervortun.

    Soziale Systeme : Mit Rückenwind gegen den Strom

    Auch Individualismus ist ein Gruppenphänomen: Soziologen erforschen die Dynamik von Zustimmung und Vorbehalt anhand einer Bewertungsplattform für Bier.
  • Zu Fuß pilgerte Präsident Donald Trump am 1. Juni 2020 vom Weißen Haus zu St. John’s Episcopal Church in Washington, um eine Bibel in die Kamera zu halten. Was ist für Annika Brockschmidts Thema des politischen Einflusses der religiösen Rechten durch Augenzeugenschaft zu lernen?

    Streit um Autopsie : Noch niemals in New York

    Der Angriff des amerikanischen Journalisten Matthew Karnitschnig auf die Bestsellerautorin Annika Brockschmidt ist ein Anlass, über die empirischen Grundlagen zeithistorischer und politischer Literatur nachzudenken.
  • Eine Frage der Vernunft? Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und die Impflicht-Debatte im Deutschen Bundestag

    Hegel und Lauterbach : Kein Einzelner kann frei sein

    Karl Lauterbach hat in der Bundestagsdebatte am 24. Januar die Impfpflicht mit dem Philosophen Hegel begründet. Ist das Zitat korrekt – und stimmt die Deutung des Ministers?
  • Wer war früher ärmer? Monty Python geben die „Four Yorkshiremen“

    Soziales Understatement : Hauptsache Aufstieg

    Viele Besserverdienende erzählen gerne, sie kämen aus kleinen Verhältnissen. Nicht immer steckt hinter dieser Fehleinschätzung nur Understatement.
  • Gernot Böhme, 1937 bis 2020

    Zum Tod von Gernot Böhme : Die Natur in uns

    Die Philosophie verstand er als eine Lebensform und Praxis. Für den modernen Menschen gelte es, ein Gefühl für die Natur zurückzugewinnen. Zum Tod von Gernot Böhme.
  • Exodus: Dieses Foto eines Trecks nach Hebron im Jahr 1948 setzte das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten in Umlauf.

    Schoa und Nakba : Zweierlei Urkatastrophe

    Wenn Palästinenser auf die Schoa angesprochen werden, bringen sie oft die Nakba zur Sprache, die Vertreibungen im Zusammenhang mit der Staatsgründung Israels. Für einen israelischen Holocaustforscher und einen palästinensischen Politikwissenschaftler war das der Anstoß, ein Konzept des Dialogs über die nationalen Traumata zu entwickeln.
  • Jacob Burckhardt nahm bei Caravaggio ein „scharfes Kellerlicht“ wahr und vermisste die „Mitwirkung der Tageshelle“. In der Bebilderung der Weihnachtserzählung ergibt dieser Verzicht schönsten heilsgeschichtlichen Sinn.

    Verschollener Caravaggio : Ein großes Kunstwerk wird neu datiert

    Caravaggios Hirtenanbetung wurde 1969 in Palermo geraubt und ist seitdem verschollen. Auch ohne Autopsie hat sich in der Forschung eine Umdatierung durchgesetzt. Ein bekannter Vertrag wurde neu gelesen.