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Im Herbst 2020 publizierte Wolfgang Benz sein Buch „Vom Vorurteil zur Gewalt“.

Wolfgang Benz zum Achtzigsten : Instanz für Zeitgeschichte

Der Antisemitismus wurde ihm allmählich zum Lebensthema: Wolfgang Benz verkörpert den Wandel des deutschen Geschichtsbewusstseins. Zum achtzigsten Geburtstag des ungeheuer produktiven Historikers.

Nächtliche Ohrwürmer : Wenn Musik die Nachtruhe stört

Musik gilt als wirksame Einschlafhilfe. Eine psychologische Studie legt nun allerdings nahe, dass sie die Qualität der Nachtruhe mindern kann.
Oswald Spengler: „Aber die seit Napoleon ins Riesenhafte wachsende Maschinentechnik Westeuropas mit ihren Fabrikstädten, Eisenbahnen und Dampfschiffen zwang endlich dazu, das Problem ernstlich zu stellen. Was bedeutet Technik?“ - 2009 besuchte Monika Maron mit ihrem Hund Momo das Gelände der alten Filmfabrik in Wolfen.

Maron und Spengler : Wir gehen vorüber, und etwas anderes kommt

Monika Maron zitiert in ihrem Roman „Artur Lanz“ den „Untergang des Abendlandes“ von Oswald Spengler. In den Kritiken wurde der Verweis politisch interpretiert. Er wirft aber auch literaturtheoretische Fragen auf.
Die ideale Rollenverteilung: Der eine macht das, was er besser kann als der andere.

Soziologie im Haushalt : Wenn der Liebste es halt nicht kann

Gleichheitsideale in Fragen der Verteilung der Hausarbeit erscheinen offenbar auch Frauen nur bedingt praxistauglich. Es dominiert der Pragmatismus. Der eine macht eben das, was er besser kann.

Psychotherapie : Zeige uns doch bitte, was ist!

Systemische Aufstellungen mit menschlichen Stellvertretern sollen helfen, Probleme zu lösen – in der Familie, im Beruf oder im Körper. Auch in der Wissenschaft wird aufgestellt. Um Wahrheit geht es dabei allerdings nicht.

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  • Eine Familie wirft lange Schatten auf das Pflaster.

    Bildungsverlierer : Abgehängt von der Bildungs-Lokomotive

    Eine neue Studie zeigt: Kinder aus Patchworkfamilien und von alleinerziehenden Vätern und Müttern sind unter den Bildungsverlierern. Ist Stress der Grund für das schlechte Abschneiden in der Schule?
  • So sehen schlechte Verlierer aus: Obwohl er deutllch hinter Joe Biden lag, verkündete Donald Trump am Donnerstag nach dem Wahltag siegessicher, dass er die Präsidentenwahl klar gewonnen hat.

    Die Trump-Psychologie : Verlieren muss gelernt sein

    Alle Menschen wollen gewinnen. Wie man trotzdem mit Niederlagen umgeht, lernt man in der Kindheit. Oder man verhält sich wie Donald Trump.
  • Schule der Eliten: Abschlussfeier der Kadetten der amerikanischen Militärakademie „West Point“

    Leistungsgesellschaft : Ist das Gemeinwohl am Ende?

    Welche Nachteile haben reine Leistungsgesellschaften? Der amerikanische Philosoph Michael Sandel ist dieser Frage in seinem neuen Buch nachgegangen.
  • Einstellungen im Wandel: Eine Frau demonstriert in Pristina für mehr Rechte für Homosexuelle und Transgender.

    Gesellschaftswandel : Wie flexibel sind Gesellschaften wirklich?

    Eine Studie weckt Zweifel an der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit von Gesellschaften. Weil ältere Menschen ihre Überzeugungen kaum noch änderten, ergebe sich ein kultureller Wandel erst mit der heranwachsenden neuen Generation.
  • Diese Bilder gingen um die Welt: Teilnehmer einer Anticorona-Demonstration versuchen am 29. August den Reichstag zu stürmen. Vor dem Parlamentsgebäude wehten minutenlang auch Reichsflaggen, dann machte die Polizei dem Spuk ein Ende.

    100 Jahre Bannmeile : Zirkus in der Hauptstadt ist nicht immer gut

    Als Ende August Reichsflaggen auf den Stufen des Reichstags wehten, wurde die parlamentarische Bannmeile missachtet. Die spannende Geschichte dieser vor hundert Jahren eingeführten Sicherheitszone beginnt schon beim nicht selbsterklärenden Namen.
  • Eucharistie-Feier in Frankreich (Symbolbild)

    Streit um Ökumene : Sakrament und Kirche

    Der ökumenische Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen behauptet, es gehe in ihrem Votum nicht um die Interkommunion. Letztlich will sie aber genau eine solche Mahlgemeinschaft. So kommt man ökumenisch nicht voran.
  • Man kann es auch übertreiben mit der Scherenmetapher

    Die gespaltene Gesellschaft : Drinnen und dennoch vor der Tür

    Schnell ist heute von einer „gespaltenen Gesellschaft“ die Rede, wenn einer Gruppe die gesellschaftliche Teilhabe oder der gesellschaftliche Aufstieg verwehrt scheint. Nun bemüht sich ein prominenter Soziologe um Präzision und sieht in der Bildung den Universalschlüssel zu allen gesellschaftlichen Systemen.
  • Der Griff zu Kondomen oder Sextoys fällt leichter, wenn man sie in einem gesonderten Laden kaufen kann. An der Kasse im Supermarkt wird es vielen peinlich.

    Hemmungen an der Kasse : Warum uns der Kondomkauf peinlich ist

    Mit Statussymbolen prahlen Menschen schon beim Kauf, aber wie erstehen sie, was ihnen peinlich scheint? Manche klauen lieber, als sich beim Kauf von Kondomen beobachten zu lassen. Dabei gibt es Strategien für den blamablen Konsum.
  • Die Generation digital kennt ein Leben ohne Internet nicht.

    Soziale Medien : Authentisch zufrieden

    Das eigene Leben in den sozialen Medien als Erfolgsgeschichte zu inszenieren, ist verlockend. Psychologen mahnen aber, dass solche Selbstvermarktung nicht ohne Risiko ist.
  • Ausgestorben wirkt der Markusplatz in Venedig, wo sich normalerweise Tausende von Touristen tummeln, aufgenommen  m Mai dieses Jahres.

    Corona-Pandemie : Todeszeit und Weltzeit

    Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Viele Historiker glauben aber schon zu wissen, dass die Pandemie als historische Zäsur in die Geschichte eingehen wird.
  • Bleiben Nachtclubs und Bars geschlossen, zieht es Alt und Jung auf öffentliche Plätze, um zusammen zu sein, wie hier am Frankfurter Opernplatz.

    Party-Psychologie : Warum junge Menschen feiern müssen

    Die Jugend feiert trotz steigender Infektionszahlen weiter und macht sich unbeliebt. Doch gerade junge Menschen brauchen den sozialen Austausch, sie leiden besonders unter den Restriktionen. Warum, dazu gibt es eine ganze Menge Vermutungen.
  • Christi Realpräsenz unter der Gestalt des Brotes

    Eucharistie-Streit : Was auf den Tisch kommt

    Theologische Argumente lassen sich nicht ewig geheim halten: Der Streit um ein gemeinsames Abendmahl zwischen Protestanten und Katholiken geht weiter. Aber mit einer pastoralen Drohkulisse ist keinem gedient.
  • Jens Spahn (rechts), Bundesminister für Gesundheit, und Lothar Wieler (links), Leiter des deutschen Robert-Koch-Instituts (RKI), auf dem Weg zu einer Pressekonferenz zur Corona-Lage in Deutschland.

    Digitaler Ratgeber : Mit Wikipedia durch die Corona-Kontroversen

    Die Flut an Expertenmeinungen, die noch dazu krass abweichen können, überfordert viele. Wem soll man glauben, wenn die Wissenschaft vielstimmig auftritt? Eine Checkliste für Laien. Ein Gastbeitrag.
  • Die Gartenlaube war emanzipatorischer als ihr Ruf. Die Leserbindung taugt als Vorbild für den kriselnden Journalismus von heute.

    Bürgerjournalismus : Als die Leser selbst zu Autoren wurden

    Das Rezept der „Gartenlaube“: Von der Erfolgszeitschrift der Reichsgründungszeit könnten heutige Medien lernen, dass man Leser beteiligen muss und sich Unterhaltung zu Lasten des Bildungsauftrags nicht unbedingt lohnt.
  • Museum für Thüringer Volkskunde in Erfurt

    Das Fach Volkskunde : Durchseucht von nationalistischer Ideologie

    Vor fünfzig Jahren beschlossen die deutschen Volkskundler, dass sie ihre Disziplin nicht mehr Volkskunde nennen wollen. Und so sucht das heutige Vielnamenfach weiter seine Identität.
  • Ob ein Farbbeutel in einer Demokratie das Mittel der Wahl ist, um gegen ein Denkmal für Kant zu protestieren, ist fragwürdig.

    Voreiliger Denkmalsturz : Der Zeitgeist entschuldigt gar nichts

    Wenn Immanuel Kant sich rassistisch äußert, kann er sich nicht mit dem Zeitgeist aus der Affäre ziehen. Seiner Philosophie muss man trotzdem nicht gleich eine Absage erteilen. In einer Demokratie muss ausgehandelt werden, wer auf welchem Sockel stehen darf.