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Das Englisch macht die Sache auch nicht mehr hipper: „Revolutionäre“ Demonstration am 1. Mai 2022 in Berlin

Soziale Systeme : Proletarier ohne Bewusstsein

Die da unten gegen die da oben – doch Klassenkampf ist das keiner mehr. Eine neue Studie hat untersucht, wie die noch manuell tätige Arbeiterschaft ihre Lage einschätzt.

Max-Planck-Gesellschaft : Ein Neuanfang in Jena

Der Fall Boivin zeigt, dass die Max-Planck-Gesellschaft mehr Mut zur Veränderung haben muss: weg von einer althergebrachten Direktorenherrlichkeit.
Wolfgang Eichwede

Osteuropahistoriker Eichwede : Ein Brückenbauer

Er schmuggelte Samisdat-Kassiber durch den Eisernen Vorhang und brachte von Deutschen geraubte Kunstschätze an ihre Heimatorte zurück: Der Osteuropahistoriker Wolfgang Eichwede ist ein echter Freund Russlands.
Der kanadische Soziologe Erving Goffman (1922 bis 1982) lehrte zuletzt in Berkeley und an der University of Pennsylvania

Soziale Systeme : Niemand ist authentisch

Zum hundertsten Geburtstag Erving Goffmans, des Soziologen, der erkannte, dass wir alle nur Darsteller sind. Immerhin können wir in der modernen Gesellschaft unsere Rollen auch immer mal wieder wechseln.

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  • Stressfrei das Leben zu genießen, gelingt Optimisten deutlich leichter.

    Umgang mit Stress : Leichter gesagt

    Eine positive Weltsicht zahlt sich aus vielen Gründen aus. Was Optimisten von anderen unterscheidet und was das bewirkt, hat nun eine Studie ermittelt.
  • Viele Amerikaner sind nach wie vor davon überzeugt, dass Donald Trump
der rechtmäßige Gewinner der letzten Päsidentschaftswahlen in den USA ist.

    Soziologie von Umfragen : Interview mit einem Troll

    Die Ansichten einer Population von Clowns: Meinungsumfragen kranken nicht selten am Unernst der Befragten. Das lässt sich an vielen Beispielen zeigen.
  • Wie verändert sich das Bild von Pius XII., wenn die Historiker die Akten seines Pontifikats studieren? 1957 saß der Papst in Castel Gandolfo dem schottischen Maler Leonard Boden Modell.

    Die Akten zu Pius XII. : Der „Stellvertreter“ hat abgedankt

    Seit zwei Jahren sind die vatikanischen Bestände zu Pius XII. zugänglich. Mit der Erfassung der von einem eigenen Büro bearbeiteten Bittgesuche verfolgter Juden könnten sich Rolf Hochhuths Vorwürfe erledigen.
  • „Schließlich aber scheint vieles, was da den unbefangenen Leser an Einbildungskraft erstaunen könnte, nur die Nacherzählung von einst gesehenen Tableaux des klassischen Surrealismus. Von daher das Nebeneinander von zeitlich und räumlich fremden Gegenständen, der unheimlich-schöne Effekt!“ (Karl Heinz Bohrer über Ror Wolf, F.A.Z. vom 23. August 1969) - René Magritte, Der Therapeut, 1937

    Karl Heinz Bohrers Methode : Zeigen, nicht behaupten!

    Karl Heinz Bohrers Literaturwissenschaft bewegte sich in einem Spannungsfeld, das bald von Gesten des Zeigens, bald solchen des Erscheinen-Lassens bestimmt ist. Sie ist ein Zeigen auf die Selbstanzeige der Literatur.
  • Hilfe aus der Ferne: Marinesoldaten der Korvette „Erfurt“ verabschieden sich am 26. Februar 2022, während das Schiff vom Marinestützpunkt Wilhelmshaven ausläuft, um sich der Standing NATO Maritime Group 1 (SNMG 1) anzuschließen. Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine schickte die deutsche Marine die zusätzliche Korvette zur Verstärkung der Nato-Nordflanke.

    NATO und Ukraine : Wobei sollte der Westen der Ukraine helfen?

    Nach der russischen Annexion der Krim intensivierte sich die Zusammenarbeit mit der NATO, aber es trat auch ein Zielkonflikt hervor. Eine Analyse zweier britischer Forscherinnen.
  • Der Philosoph Hermann Lübbe, geboren am 31.12.1926 in Aurich, in seinem Haus in Havixbeck bei Münster am 30.12.2008.

    Hermann Lübbe in Münster : Von Eisler zu Ritter

    Zum fünfundneunzigsten Geburtstag von Hermann Lübbe hat das „Archiv für Begriffsgeschichte“ dem Philosophen ein halbes Heft gewidmet. Dokumente zeigen seine Beteiligung an der Planung für das Historische Wörterbuch der Philosophie.
  • Königreichsbürger: „Freie Sachsen“ demonstrieren am 30. Januar 2022 in Görlitz.

    Geschichte der Impfgegner : Kampagne in Sachsen

    Gegen Impfgegner hilft Vernunftimport: Die Wettiner haben gute historische Gründe, sich gegen die Vereinnahmung durch Corona-Rebellen zu wehren.
  • Das Glück der jungen Liebe

    World Happiness Score : Wenn Glück unglücklich macht

    Von glücklichen Menschen geht ein Druck auf andere aus, der offenkundig unglücklich macht. Eine Studie entdeckt ein Problem mit dem „World Happiness Score“.
  • Um Bücher zu schreiben, die Kollegen in Halbleder mit Goldrand gedruckt sehen wollen, muss man viel gelesen haben: Peter Noll hatte das Studium der Rechte 1945 in seiner Heimatstadt Basel begonnen und setzte es in Lausanne und Paris fort. Von Paris aus besuchte er 1946 das Schloss von Sceaux.

    Nachlass von Peter Noll : Was steht dem Recht im Weg?

    Gesetze sollen Missstände beseitigen, also muss ihre wissenschaftliche Analyse bei den wirklichen Verhältnissen ansetzen. Der Nachlass des aus Basel gebürtigen Juristen Peter Noll, den diese Maxime leitete, ist für die Forschung erschlossen.
  • Innenministerin Nancy Faeser

    Verfassungsschutz als Quelle : Ob jetzt rechts oder links

    Der Streit um Nancy Faeser offenbart das Dilemma der Extremismusbeobachter. Uwe Backes erörtert, ob Verfassungsschutzberichte der Demokratie gefährlich werden können.
  • Erscheint am Horizont des unmenschlichen Geschäfts die Morgenröte der Freiheit? François-Auguste Biard malte seine Darstellung des westafrikanischen Sklavenhandels 1840.

    Rassismus bei Hegel? : Das Wirkliche ist das Ungleiche

    Hegels Denken entspricht der Realität einer sozialen Welt, in der liberale Freiheiten mit rassistischer Diskriminierung einhergehen. Seine Verbannung aus dem Kanon wäre unvernünftig.
  • „Schreiben unter Schwierigkeiten“: Abbildung aus der englischen Ausgabe von Neufelds Bestseller „In Ketten des Kalifen. Zwölf Jahre Gefangenschaft in Omdurman“

    Propaganda in Medina : Ihr hört mir jetzt gut zu

    Deutschland wollte den Dschihadismus nicht immer domestizieren: Ein Aufsatz über Karl Neufelds politische Pilgerreise nach Medina im Sommer 1915.
  • Beobachtete Wladimir Putin schon am 31. Mai 1988 mit geheimer Freude, wie sich der amerikanische Präsident von einstudierten Bekundungen des guten Willens zu friedfertig stimmen ließ? Pete Souza, der als Fotograf des Weißen Hauses dieses Foto machte, glaubt in dem blonden Touristen mit der Kamera zwar den damaligen KGB-Agenten Putin zu erkennen. Aber diese Identifikation ist möglicherweise eine optische Täuschung, die als eine Form von nachträglicher Prophetie zu gelten hätte.

    Eine Prognose von 1988 : Eine Großmacht wie andere

    Der 2018 verstorbene Publizist Charles Kraushammer sah 1988 das Ende des Kalten Krieges und die Verwandlung Russlands richtig voraus. Seine Warnung, dass Feindschaft den Krieg überdauert, bleibt aktuell.