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Das Querdenker-Stereotyp : Die bunte Welt der Querdenkerinnen

  • -Aktualisiert am

Wer gegen Corona-Maßnahmen demonstriert, ist meist gut ausgebildet, eher weiblich und divers. Das ist das Klischee des typischen Protestlers, wie Soziologen in einer Feldstudie ermittelt haben.

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          In den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie lief die Soziologie zu großer Form auf. Groß war schließlich auch der gesellschaftliche Bedarf an Antworten auf Fragen wie: Leben wir jetzt in der „Corona-Gesellschaft“? Hat eine neue Epoche begonnen? Naturgemäß blieben die Antworten auf solche Fragen eher spekulativ. Andere begaben sich auf die mühseligen Pfade der Empirie und zählten erst mal nach, wie sich etwa die Geschlechterrollen durch die Krise veränderten oder die Belastungen des gesellschaftlichen Lockdowns sozialstrukturell ausprägten. Der vor allem im Sommer sichtbar gewordene politische Protest gegen die Corona-Maßnahmen der Regierungen entzog sich zunächst fundierter Erforschung.

          Doch auch hierfür liegen jetzt belastbare Daten vor. Der Basler Soziologe Oliver Nachtwey hat sich mit seinem Team direkt ins Feld begeben und unter anderem auf Corona-Demonstrationen in Deutschland und der Schweiz Teilnehmer befragt. Ergänzt mit Befunden aus einem Telegram-Chat, kam so immerhin eine Stichprobe von 1150 Corona-Kritikern zusammen. Repräsentativ ist das zwar noch nicht, die Brisanz der Funde schmälert das aber nicht.

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