Soziologie der Grünenwähler :
Die neuen grünen Patrizier

Von Gerald Wagner
Lesezeit: 3 Min.
Grüne Panther: Robert Habeck und Anton Hofreiter freuen sich über die ersten Zahlen der Landtagswahl in Bayern 2018.
Die Grünen sind längst keine Partei der Jugend mehr, stellt der Soziologe Markus Klein fest. Das wird ihre Chancen bei Wahlen künftig noch vergrößern.

Soziologen verstehen Wahlentscheidungen als Ausdruck sozialer Merkmale. Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen sind die klassischen Variablen, mit denen die Wähler politischer Parteien beschrieben werden. Nun kann man sein ganzes Leben lang links oder rechts sein, konservativ, progressiv, liberal oder grün. Aber man ist nicht immer jung und nicht notwendig immer gleich gebildet oder vermögend. Entsprechend den Veränderungen der eigenen sozialen Lage müssten sich dann eigentlich auch die politischen Präferenzen ändern. Das stellt gerade Parteien, die bei jungen Erstwählern große Erfolge erzielen, vor besondere Probleme. Wie soll man sie halten, wenn große Veränderungen ihrer sozialen Lage nur eine Frage der Zeit sind? Muss man sich dann als Partei mitverändern, um die älter werdenden Wähler nicht zu verlieren? Aber wie soll man dann zugleich noch neue, junge Wähler an sich binden?

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