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Modernisierung : Das absehbare Ende des Aufstiegs

  • -Aktualisiert am

In den vergangenen Jahren erreichten immer mehr Menschen unterschiedlicher Schichten höhere Bildungsabschlüsse. Wird sich dies ändern? (Symbolbild) Bild: Picture-Alliance

Gesellschaftliche Modernisierung und die Zunahme der höheren Bildung gehen Hand in Hand. Für die unteren Schichten ging es jahrzehntelang nach oben. Damit könnte irgendwann Schluss sein.

          Gesellschaftliche Modernisierung und die Zunahme der höheren Bildung scheinen Geschwister zu sein. Undenkbar, dass sich Gesellschaften modernisierten, ohne dass gleichzeitig immer mehr Mitglieder dieser Gesellschaften immer länger die Schule besuchen und diese mit qualifizierenden Abschlüssen verlassen, mit denen sie dann auch erfolgreich an den mehr und mehr akademisch geprägten Arbeitsmärkten teilnehmen. Die Trias von Modernisierung, Bildungsexpansion und daraus resultierend die Verminderung sozialer Ungleichheit ist daher vielleicht die mächtigste Komponente des Selbstverständnisses moderner Gesellschaften.

          Das lässt sich schließlich auch leicht nachweisen: Man muss ja nur etwa die Anteile eines Altersjahrgangs vergleichen, die seit 1950 jeweils das Gymnasium besuchten, einen Hochschulabschluss erworben haben und zur Mittelschicht zählten. Solche Querschnitte wirken auf den ersten Blick sehr überzeugend, haben aber einen gravierenden Nachteil: Sie sind keine Längsschnitte, sind also sozusagen unhistorisch. Dynamische Phänomene wie etwa die soziale Mobilität lassen sich damit nicht untersuchen. Eine Frage wie die, wie sich die Wahrscheinlichkeit des Aufstiegs von der unteren in die obere Mittelschicht von 1950 bis heute verändert hat, lassen sich damit nicht beantworten. Dafür braucht man schon aggregierbare Längsschnittdaten, die den gesamten Lebensverlauf eines Individuums überblicken. Die gibt es tatsächlich – man könnte die Berliner Lebensverlaufsstudien von Karl Ulrich Mayer und seinen Mitarbeitern so etwas wie das soziologische Langzeitgedächtnis der Bundesrepublik nennen. Leider wird es gerade dafür, also für eine fruchtbare Zusammenarbeit von Soziologie und Zeitgeschichte, gar nicht genutzt.

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