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Unterdrückter Zorn macht krank : So machen Sie sich Ihre Wut zunutze

Streit mit dem Ehemann? Der erste Schultag nervt? In solchen Fällen übernimmt im Film „Alles steht Kopf“ die Wut das Steuer in der Kommandozentrale im Gehirn. Bild: Allstar/Disney/Picar

Im Alltag ist die Wut verpönt. Aber wohin damit, wenn sie von einem Besitz zu ergreifen droht? Über ein mächtiges Gefühl, das Kraft spenden kann, wenn man es zu beherrschen versteht.

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          Im Auto ist es heiß, Stau, auf der Rückbank schreien die Kinder. Manchmal reicht dann der penetrante Jingle einer Kaugummi-Werbung im Radio, und man rastet aus, wie der cholerische Busfahrer in dem Pixar-Film „Alles steht Kopf“. Ein Gefühl, als wäre im Brustkorb ein Feuer entfacht, man ist außer sich, hupt und brüllt.

          Johanna Kuroczik
          Redakteurin im Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wenn sich das rote Wut-Männchen bei Pixar so sehr aufregt, dass aus seinem Kopf Flammen schießen, lachen die Zuschauer, wie auch über die Komödie „Die Wutprobe“. Im Film kann Wut unterhaltsam sein. In der realen Welt wissen viele nicht, wie sie mit ihr umgehen sollen. Es zählt als Tugend, seine Gefühle stets unter Kontrolle zu haben. Wer wütend wird, gilt schnell als unbeherrscht und inkompetent. Gleichzeitig scheint die Raserei in anderen Teilen der Gesellschaft außer Kontrolle zu geraten. In den Sozialen Netzwerken sind zügellose Streitereien und Beleidigungen an der Tagesordnung, und das Bundesinnenministerium gab in der Kriminalstatistik bekannt, dass 2020 noch mehr Straftaten der Kategorie Hasskriminalität verübt wurden als im Vorjahr.

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