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Galaxien : Das All steckt voller Ungeheuer

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Im sichtbaren Licht (blau) sieht die Galaxie 3C31 normal aus. Im Radiobild bei 3,5 Wellenlänge (rot) sieht man die gewaltigen Jets Bild: NRAO/STSxl

Bei einer Galaxie namens NGC 4258, der Milchstraße und der Andromeda-Galaxie sind sich Forscher sicher, daß sie Schwarze Löcher in ihren Zentren haben.

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          Überbordende Aktivität beobachtet man in den Kernen von Galaxien wie 3C31. Ihr Energieausstoß läßt sich kaum anders erklären als durch Schwarze Löcher, die viele Millionen Mal schwerer sind als die Sonne.

          In stillen Galaxien wie dem Spiralnebel im Sternbild Andromeda vermutete man bis vor kurzem eigentlich
          keine Schwarzen Löcher solchen Kalibers. Als sich herausstellte, daß die Milchstraße eines beherbergt, hielt
          man das zunächst für einen Ausnahmefall. Heute legen die Sternbewegungen bei fast 40 Galaxien nahe, daß sich in ihren Zentren dunkle kompakte Objekte verbergen.

          Blaue junge Sterne

          Im Prinzip könnten das auch Cluster dunkler Sterne sein, etwa Neutronensterne. In drei Fällen ist man sich der Schwarzen Löcher ziemlich sicher: bei einer Galaxie namens NGC 4258, der Milchstraße und der Andromeda-Galaxie. Andromeda besitzt sogar zwei Kerne, von denen der eine kein Schwarzes Loch enthält.

          Die Andromeda-Galaxie ähnelt unserer Milchstraße
          Die Andromeda-Galaxie ähnelt unserer Milchstraße : Bild: Robert Gendler, Esa, Nasa und T.Lauer

          Der andere birgt neben dem Loch einen Haufen blauer junger Sterne, wie Astronomen um Ralf Bender vom MPE kürzlich herausgefunden haben. Wie die dort entstehen konnten, ist genauso rätselhaft wie bei den blauen Sternen im Zentrum der Milchstraße. Trotz solcher Rätsel gehen heute viele Forscher davon aus, daß die meisten der 100 Milliarden Galaxien im Universum supermassive Schwarze Löcher enthalten.

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