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Mooresches Gesetz : Die Transistoren schrumpfen weiter

  • Aktualisiert am

Im Amerikanischen Berkeley haben Wissenschaftler einen extrem kleinen elektrischen Schalter entwickelt. Bild: Reuters

Neuer Rekord für die Digitalarchitektur: Ein elektrischer Schalter, der nicht größer als ein Nanometer ist. Experten sahen die Untergrenze bisher bei fünf Nanometern.

          Die Miniaturisierung elektrischer Bauelemente schreitet ungebremst voran. Amerikanische Wissenschaftler haben einen elektrischen Schalter hergestellt, dessen kleinste Struktur nur noch einen Nanometer misst. Das ist ein Rekord, messen die Details der bislang kleinsten Silizium-Transistoren doch gut zehnmal so viel. Bei fünf Nanometern liege die Untergrenze der Siliziumtechnologie, betonten die Experten bislang. Bei noch kleineren Strukturen müsse man mit störenden quantenmechanischen Tunneleffekten rechnen, die die Funktionsfähigkeit der Bauteile stark einschränkten.

          Dass es offenkundig doch noch kleiner geht, haben jetzt Jali Javey vom Berkeley National Laboratory und seine Kollegen bewiesen. Wie sie in „Science“(Bd. 354, S. 99) berichten, verwendeten sie zum Bau des Transistors kein Silizium, sondern einen winzigen Kristall aus Molybdändisulfid, den sie mit Nickelelektroden kontaktierten. Ein Nanoröhrchen aus Kohlenstoff, nur einen Nanometer dick, bildete die Steuerelektrode. Als man eine Steuerspannung anlegte, floss ein Strom durch den Kristall, wie es für einen Transistor typisch ist. Störende Tunnelströme traten nicht auf.

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