https://www.faz.net/-gwz-9fjss

EU-Kampagne mit Spiel : Wie nerdy sind Sie?

  • Aktualisiert am

Virtual Reality – VR – wird immer attraktiver. Bild: EPA

Der digitale Umbau kommt mit Macht und Brüssel und will herausfinden, wie viele Europäer noch mithalten. Das multimediale Umfragespiel „iNerd“ soll zeigen, wie gut Sie vier Hauptthemen beherrschen. Probieren Sie es aus.

          „REIsearch“ veröffentlicht seine dritte Bürger- und Medien-Engagement-Kampagne in sechs Sprachen (Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Portugiesisch und Spanisch), die auf die Beurteilung und Verbesserung der Computerkompetenzen der europäischen Bürger abzielt. Das Projekt folgt den Kampagnen aus dem Jahr 2016 über die Bemühungen zu chronischen Krankheiten und aus dem Jahr 2017 über das Internet der Zukunft. An beiden Vorgängerkampagnen nahmen mehr als 60.000 Menschen teil. Die diesjährige Kampagne zielt darauf ab, einen noch höheren Anteil der Europäer durch ein neues und gamifiziertes Konzept mit einzubeziehen, das es Online-Nutzern ermöglicht, ihren „Nerdigkeitsgrad“ zu bestimmen und herauszufinden, ob sie – wie Steve Jobs – ein digitaler Guru oder ein Mr. Bean der digitalen Welt sind.

          Das Spiel, das iNerd heißt, kann auf game.reisearch.eu und auf allen Seiten von Medienpartnern gespielt werden. Es ist sowohl unterhaltsam als auch informativ. Die Spieler werden ermutigt, ihre Kenntnisse in den vier Kernbereichen der digitalen Welt zu erkunden: Big Data und künstliche Intelligenz, soziale Medien und Internet der Dinge.

          Homepage von „iNerd“: Oben rechts können Sie sich durch einen Klick Ihre Sprache auswählen.

          Nach dem Abschluss jeder Session (iNerd kann mehrere Male gespielt werden, damit der Spieler seine Fortschritte feststellen kann), führt ihn seine Punktzahl außerdem zu einer Auswahl von erklärenden Videos und Artikeln, die zur Unterstützung dienen sollen.

          Zum Hintergrund: Wie steht es um unsere digitalen Kompetenzen?

          „Die Investition in Wissen ist immer diejenige, die die besten Zinsen zahlt“, bemerkte Benjamin Franklin, dem wir die Erfindung unter anderem des Blitzableiters und der Bifokallinsen verdanken. Mehr als zwei Jahrhunderte danach könnten die Beobachtungen des amerikanischen Mathematikers nicht aktueller sein.

          So wie die digitalen Technologien, die das größte Phänomen der Automatisierung in der Menschheitsgeschichte ausgelöst haben, den Bedarf an neuen Fähigkeiten erhöhen, so ist dies nicht nur für Arbeitnehmer und Unternehmen, sondern auch für die Bürger gedacht. In einem Informationskontext, in dem Informationen zunehmend durch Algorithmen und soziale Netzwerke verbreitet werden und die fake news eine politische Wahl beeinflussen können, wird die digitale Lesefähigkeit der Zivilgesellschaft zu einer demokratischen Notwendigkeit. Gleichzeitig sind große Datenmengen und Systeme der künstlichen Intelligenz die Motoren einer digitalen Transformation, die die Arbeitswelt auf allen Ebenen durchmacht, von der Herstellung, wo die Zahlen größer sind, bis hin zu Dienstleistungen, bei denen die Auswirkungen wahrscheinlich verheerend sein werden (mehr als sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Philippinen werden von Call Centern erwirtschaftet, in denen die Systeme der KI viele Arbeitsplätze vernichten werden).

          Weitere Themen

          In der Menge liegt die Wahrheit Video-Seite öffnen

          Vererbungslehre : In der Menge liegt die Wahrheit

          Wie Vererbung geht, lernt man bereits in der Schule. Aber so einfach wie bei Erbsen ist das nur in Ausnahmefällen. Die quantitative Genetik hat in jüngster Zeit Erkenntnisse gewonnen, die alles auf den Kopf stellen. Das wird schon bald praktische Konsequenzen haben.

          Topmeldungen

          Europäisches Tandem: Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian (links) und sein deutscher Amtskollege Heiko Maas am Mittwoch in Paris

          Plan wider die Lähmung : So wollen Maas und Le Drian Europa stärken

          Das deutsch-französische Tandem stockt. Die Außenministerien in Berlin und Paris haben hinter den Kulissen ein Programm entwickelt, wie es künftig besser laufen kann – und Europa handlungsfähiger werden soll.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.