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Wissenschaftskommunikation : Jetzt schlägt die Stunde der Erklärer

  • -Aktualisiert am

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek auf einer Pressekonferenz am 26. März mit Heyo Kroemer, dem Vorstandsvorsitzenden der Charité (links), und dem Virologen Christian Drosten (rechts) und Bild: AFP

Wissenschaft regiert nicht, aber sie schafft uns Zugänge für politische Entscheidungen – speziell in der Krise. Deshalb braucht sie starke Stimmen. Ein Gastbeitrag.

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          Die Mutter aller Wissensspiele „Stadt Land Fluss“ wird in diesen Tagen in vielen Familien wieder häufiger gespielt. Beim Feld „Beruf“ und beim Buchstaben V müssen wir momentan nicht mehr lange nachdenken: Virologe! Vor einigen Monaten wussten viele vermutlich nicht einmal, dass Virologie ein eigenes Fachgebiet ist. Heute kennen die meisten die Namen von führenden Virologen fast genauso gut wie die von Politikerinnen und Politikern oder Sportlerinnen und Sportlern. Wir verfolgen aufmerksam ihre Pressekonferenzen, wir hören Podcasts und lesen ausführliche Interviews. Wir interessieren uns für trockene Zahlen und für Kurvenentwicklungen. Man könnte auch sagen, unser Interesse für exponentiell steigende Kurven ist exponentiell gestiegen.

          Vor kurzem haben wir uns noch über die massive Erosion des Faktischen und um das Ignorieren von Expertenwissen gesorgt. Aber diese Pandemie lehrt uns: Wir sind auf die Wissenschaft angewiesen. Wir brauchen wissenschaftliche Expertise. Wir benötigen den Austausch über wissenschaftliche Erkenntnisse. Es ist die Stunde der Kommunikation über, aus und mit der Wissenschaft. Wissenschaftliche Erkenntnisse leiten die Politik und leiten uns wie selten zuvor. Die wissenschaftliche Erkenntnis ist das Fundament unseres Handelns in diesen Tagen.

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