https://www.faz.net/-gwz-9eooi

Entdeckerschiff vor 250 Jahren : Forscher wollen Wrack von Cook-Schiff geortet haben

  • Aktualisiert am

Nachbau der „Endeavour“ in der Nähe von Sydney Bild: EPA

Seit 25 Jahren suchen Forscher nach der „Endeavour“, dem Schiff des vor 250 Jahren verstorbenen Entdeckers Captain James Cook. Nun haben sie das richtige Wrack wohl identifiziert.

          1 Min.

          Fast 250 Jahre nach dem Tod des legendären Entdeckers Captain James Cook wollen Forscher das Wrack seines Schiffes „Endeavour“ vor der Küste der Vereinigten Staaten geortet haben. „Alle Anzeichen sprechen dafür, dass es die „Endeavour“ ist, und dass es etwas Bedeutendes für die Menschen rund um die Welt ist“, sagte Peter Dexter vom australischen Maritim-Museum bei einer Pressekonferenz in der Nacht zum Samstag in Newport im Bundesstaat Rhode Island. „Ich bin sehr überzeugt, dass wir sie haben“, sagte Australiens Generalkonsul in den Vereinigten Staaten, Alastair Walton.

          Die seit 25 Jahren laufende Suche sei von 13 auf 5 mögliche Wracks eingegrenzt worden, von denen „ein oder zwei“ Stätten besonders vielversprechend seien, teilte das Rhode Island Marine Archaeology Project (RIMAP) mit. Es bleibe aber noch viel Arbeit. Zuletzt wurden unter anderem unter Wasser Holzproben entnommen und Kanonen vermessen, um sie mit historischen Berichten abzugleichen.

          Die mögliche Fundstelle der „Endeavour“ befindet sich unmittelbar vor der Küste nahe dem Ort Newport im Staat Rhode Island, das etwa anderthalb Autostunden südlich von Boston liegt. Es ist unklar, wie gut das Wrack erhalten ist, da sich Eichen- und Kiefernholz nach mehr als 200 Jahren unter Wasser stark zersetzt haben dürfte. Ersten Schätzungen zufolge könnten bis zu 15 Prozent des Schiffes noch intakt sein.

          Die britische Marine hatte die „Endeavour“ 1768 für eine Forschungsfahrt im Pazifik gekauft. Der britische Entdecker Cook erreichte damit Botany Bay an der australischen Ostküste im April 1770. Die Marine nutzte das Schiff später im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, bevor es mit einem Dutzend weiterer Schiffe in der Nähe von Newport versenkt wurde.

          Das Wrack ist für die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Australien und Neuseeland von historischer Bedeutung und könnte zu einem Streit darüber führen, in welchem dieser Länder es untergebracht werden soll.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wollen keine Spaltung: Biden und Harris am 1. Dezember in Wilmington

          Joe Biden gegen Spaltung : Die Botschaft lautet Zuversicht

          Biden glaubt, dass Kompromisse zwischen Demokraten und Republikanern möglich sind – trotz aller Polarisierung. Ein Einlenken beim Abzug der Soldaten aus Deutschland scheint ein erstes Zeichen dafür zu sein.
          Pfizer stellt den Impfstoff in Belgien und den Vereinigten Staaten her.

          Impfstoffherstellung : Qualitätsproblem bremst Biontech

          Pfizer und Biontech müssen ihrem hohen Tempo Tribut zollen und können nur halb so viele Impfstoffdosen liefern wie ursprünglich geplant. Wer macht das Rennen?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.