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FAZ.NET-Stream Hirnforschung : Das so genannte Böse

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Handeln Verbrecher aus freiem Willen? Fragen Sie nicht die Hirnforschung, meint der Tübinger Neurowissenschaftler Niels Birbaumer. In der Frankfurter Vortragsreihe „Hirnforschung, was kannst du?“ erklärt der Psychologe, wie dennoch Hirnvorgänge zu Aggressionen führen.

          Prof. Dr. Niels Birbaumer ist nach seinem Studium der Psychologie, Statistik und Physiologie in Wien und abschließender Promotion und Habilitation in Physiologie, an die Universität Tübingen berufen worden.

          Von 1975 an war er in Tübingen zuerst Professor in der Abteilung für Klinische und Physiologische Psychologie, von 1993-2013 als Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie, seit 2013 ist er weiterhin am gleichen Institut als Seniorprofessor tätig. Prof. Birbaumer ist Autor von mehr als 600 Veröffentlichungen, Mitglied der Deutschen Nationalakademie Leopoldina und erhielt zahlreiche Ehrendoktorwürden, u.a. von der Universität Jena, Madrid und Salzburg. 2014 wurde ihm der Eva-Luise-Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen verliehen.

          Niels Birbaumer untersucht die neurobiologischen Grundlagen von Lernen und Verhaltensmodifikation bei gesunden und neurologisch kranken Menschen. Die Anwendung der neuronalen Prinzipien von Lernen auf die Rehabilitation von medizinisch schwer zu behandelnden und chronischen Erkrankungen führte zur Entwicklung neuer Behandlungsmaßnahmen für Epilepsien, Schlaganfall, Chronische Schmerzen, Amyotrophe Lateralsklerose und Hirnschädigungen sowie Aufmerksamkeitsstörungen und Ängste.

          Professor Birbaumers Vortrag im Campus Westend der Frankfurter Goethe-Universität wurde in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Rechtstheorie des Fachbereichs Rechtswissenschaft veranstaltet.

          Die Vortragsreihe

          Die Erwartungen an die Neurowissenschaften, aber auch die Versprechungen der Hirnforschung selbst sind groß. Aber was kann sie wirklich? In dieser Artikelserie stellen wir die Frage nach Erfolgen und Möglichkeiten, aber auch Rückschlägen und Grenzen der modernen Neurowissenschaften in gesellschaftlich interessierenden Bereichen. Basierend auf einer Vortragsreihe, die in Frankfurt von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung als größtem privaten Förderer der Hirnforschung organisiert wird, publizierten wir in losen Abständen Beiträge führender Hirnforscher zu den Themen Sprache, Technik, Wirtschaft, Krankheit, Kunst, Denken, Musik, Bewusstsein, Gefühle, Schule, Gedächtnis und Psyche.

           

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