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Wiederaufbau im Ahrtal : Keine hundert Jahre Ruhe

  • -Aktualisiert am

Nun liegt die Ahr wieder friedlich da. Die Spuren der Zerstörung in Mayschoß werden noch Jahre bleiben. Bild: Hans Christoph Böhringer

Man kann das Ahrtal nicht vom Schreibtisch aus neu planen. Darum ist ein wissenschaftliches Begleitprojekt für den Wiederaufbau auch vor Ort. Die Beteiligten wissen, wo Hochwasserschutz mit Flächenmangel konkurriert – denn sie sind teils selbst betroffen.

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          Fünf Monate sind vergangen, seit Starkregen über die Zuflüsse ins Tal die Ahr zu einem gewaltigen Strom anwachsen ließ, seit der Fluss Bäume, Brücken, Autos und Häuser mit sich riss und ganze Siedlungen flutete. Fährt man flussabwärts mit dem Schienenersatzverkehr nach Bad Neuenahr-Ahrweiler, sieht man entlang der Straße: entwurzelte Bäume, entkernte Häuser, zerbröckelten Asphalt, die aufgeschichteten Einzelteile einer Bahnstrecke, die zerschnittenen und verbeulten Stahlreste einer Brücke. Andere, steinerne Brücken brechen nach zwei, drei Bögen über dem Wasser ab.

          Eigentlich ist es ein Zufall, der sich aus der Lage in Bad Neuenahr-Ahrweiler ergibt, dass das „Institut für qualifizierende Innovationsforschung und -beratung“, kurz IQIB, nun an gleich zwei Projekten beteiligt ist, die sich mit dem Wiederaufbau befassen. Das IQIB ist eine Tochter des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR). An der Außenwand des Instituts über dem McDonald’s steht noch „Europäische Akademie“, das war eine Kooperation des Landes Rheinland-Pfalz mit dem DLR, aus dem das IQIB hervorging. Bis zum Parkplatz davor reichte das Wasser.

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