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Inuit im Klimawandel : Die globale Kühltruhe taut ab

Blick von Nunavik über die Hudson Bay im Norden von Kanada Bild: T. Goisgue/Figaro Magazine/laif

Die Arktis beeinflusst das Wetter auf der ganzen Welt. Doch der Klimawandel ändert alles, er setzt der Region rund um den Nordpol heftig zu. Die Inuit wollen nicht tatenlos bleiben. Sie übernehmen Verantwortung.

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          Die Klimaküche der Welt verwandelt sich derzeit in das größte völkerübergreifende Klimalabor der Welt. Einst war die Arktis, die eisreiche, die kalte Region zwischen dem 60. und 70. Grad nördlicher Breite. Sie war die perfekte Projektionsfläche für Extremabenteurer und für Meteorologen: Denn in der Arktis werden das globale Wetter und die weltweiten Meeresströme geformt.

          Joachim Müller-Jung
          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Wenn es weiter unten sehr kalt oder sehr windig wird, dann sind die auseinanderdriftenden Bedingungen zwischen dem kalten hohen Norden und dem warmen Süden oft die Auslöser – auch, wenn es, wie dieses Jahr, eine der früher seltenen Hochdruckblockaden gibt, infolge derer wochenlang kein Regen fällt. Dann allerdings sind es die fehlenden Temperaturunterschiede zwischen Nord und Süd, welche die Dynamik der Luftströme vorübergehend zum Erliegen bringen. Die Ursache dieser Blockaden ist die gleiche, die aus der Arktis ein planetarisches Labor macht: die globale Erwärmung.

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