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Erdplatten unter Spannung : Vorboten zügelloser Erdbeben

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Der Tsunami am 11. März 2011 mit dem vorausgegangenen starken Erdbeben mit der Magnitude 9 richtete an vielen Orten Japans große Schäden an. Bild: dpa

Abtauchende Erdplatten sind Hotspots für die größten Naturkatastrophen. Warum aber bebt gerade dort immer wieder die Erde so heftig? Wann droht das nächste Ereignis? Geologen suchen nach Antworten.

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          Ob wie am zweiten Weihnachtstag 2004 vor Sumatra, am 27. Februar 2010 vor Chile oder am 11. März 2011 vor Tohoku in Japan – viele der schwersten Erdbeben weltweit entstehen in den großen Subduktionszonen. Dort schiebt sich eine Lithosphärenplatte unter eine andere. Dabei wirken enorme Kräfte auf das Gestein, die die Erde erzittern lassen. Aufzeichnungen zeigen, dass im vergangenen Jahrhundert neunzehn der zwanzig stärksten Erdbeben mit Magnituden von mehr als 8,5 ihren Ursprung in solchen Zonen hatten. Mittlerweile sind einige der jüngsten Megabeben, deren gewaltige Tsunamis große Sachschäden anrichteten und viele Menschenleben forderten, mit modernen Verfahren detailliert untersucht worden. Dennoch ist noch immer unklar, unter welchen Umständen und vor allem wann sich in einer Subduktionszone die gewaltigen angestauten mechanischen Spannungen entladen.

          Zwei internationale Forschergruppen haben nun in voneinander unabhängigen Untersuchungen mehr Licht in die nach wie vor im Dunkeln liegenden geologischen Vorgänge in diesen Subduktionszonen geworfen. Ihre Erkenntnisse erlauben es, die Gefährdung durch Starkbeben besser abschätzen zu können.

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