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100 Prozent Regenerative? : Ein Fahrplan für die globale Energiewende

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Fossile Energieträger wie Öl könnten im „Idealfall“ schon bald der Vergangenheit angehören. Bild: Reuters

Kommen wir im Jahr 2050 bereits vollständig ohne fossile Energie aus? Ja, sagen Forscher der Universität Stanford. Sie haben 139 Länder unter die Lupe genommen und die perfekte Lösung gefunden.

          Einen globalen Fahrplan für den Übergang vom fossilen Zeitalter in die Ära der regenerativen Energieversorgung haben Wissenschaftler der Universität von Stanford vorgelegt. Demnach soll der vollständige Verzicht auf fossile Brennstoffe durch die Elektrifizierung aller Energiesektoren – inklusive des Verkehrssektors – bis zum Jahr 2050 möglich sein, und zwar zu Kosten, die von den Einsparungen im Energieverbrauch aufgefangen werden können. „Insgesamt betragen alle sozialen Kosten (Energie, Gesundheit, Klima) dann nur noch ein Viertel der aktuellen Energieversorgung“, berichten die Autoren in der Zeitschrift „Joule“.

          Mark Jacobsen und seine Kollegen stützen ihre Analyse auf die Auswertung von Daten der Internationalen Energieagentur. Die 139 betrachteten Staaten verursachen zusammen genommen 99 Prozent der Kohlendioxidemissionen. Schon vor zwei Jahren hatte die Forschergruppe entsprechende Szenarienberechnungen für die Vereinigten Staaten vorgelegt. Angenommen wird dabei die „aggressive“, sprich: möglichst schnelle Umstellung der Energieproduktion von Kohle, Gas und Öl auf drei regenerative Quellen: Sonne, Wind und Wasserkraft. Kernkraft, Biotreibstoffe und „saubere Kohle“ wurden aus ökologischen Gründen oder wegen der ungelösten Abfallfragen sowie Rest- und Planungsrisiken als Option ausgeschlossen.

          In dem „idealen“ und deshalb auch theoretischen Szenario wird außerdem angenommen, dass künftig die gesamte Versorgungskette der fossilen Brennstoffwirtschaft stillgelegt werden kann, was dazu führen würde, dass der Energiebedarf global um 13 Prozent sinkt. Auf lange Sicht, so die Forscher, könnten nicht nur Gesundheitsschäden durch Luftverschmutzung verhindert, sondern in den regenerativen Sektoren „langfristig mehr als 24 Millionen Jobs geschaffen werden“.

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