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Herkunft der Lava : Kein Vulkanausbruch ist wie der andere

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Am Fagradalsfjall auf der isländischen Halbinsel Reykjanes sind in letzter Zeit spektakuläre Lavaflüsse zu beobachten, hier eine Aufnahme aus dem August 2022. Bild: Getty

Bei Vulkanausbrüchen herrscht Diversität. Das zeigen die chemischen Daten einer einzigartigen Messreihe am Fagradalsfjall auf Island.

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          Bei heftigen Vulkanausbrüchen wie jüngst auf La Palma oder im südpazifischen Inselreich Tonga können in kurzer Zeit mehrere Kubikkilometer an Magma aus dem Erdinneren herausgeschleudert werden. Doch aus welchen Erdschichten stammt eigentlich das flüssige Gestein? Gibt es in der flachen Erdkruste überhaupt Reservoire, sogenannte Magmakammern, die sich bei einer Eruption eines Vulkans entleeren? Oder kommt das Magma direkt aus großen Tiefen des Erdmantels?

          Bisher konnten diese grundsätzlichen Fragen der Vulkanologie nur sporadisch für einzelne Vulkane beantwortet werden. Völlig neue Erkenntnisse über den Ursprung des Magmas hat nun eine internationale Forschergruppe bei der Analyse eines Vulkanausbruchs in Island gewinnen können. Danach stammte die bei der Eruption des Fagradalsfjall im Frühjahr 2021 austretende Lava zunächst aus einer flachen Magmakammer – nach kurzer Zeit wurde sie aber von flüssigem Gestein aus dem Erdmantel verdrängt.

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