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Schlechte Luft durch Wildfeuer : Warnung vor heißen Giften

Multiple Gefahrenquellen: Die ausgedehnten Waldbrände in Kalifornien in diesem Sommer waren nicht nur nördlich der Millionenmetropole Los Angeles historisch. Bild: Reuters

Die stete Zunahme von Wildfeuern erhöht das Schadpotential durch Partikel und Gase. Viele Gesundheitsfolgen fernab der Brandherde sind unklar.

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Seit Mitte August brennt es in Kalifornien, Oregon und Washington. Bis zum Ende des Jahres werden die Flammen an der amerikanischen Westküste vermutlich 1,5 Millionen Hektar Wald vernichtet haben. In Sibirien verbrannten in den vergangenen Monaten schätzungsweise 19 Millionen Hektar Biomasse, in Australien gut 18 Millionen. Diese Ereignisse reihen sich in eine wachsende Liste extremer Wald-, Busch-, Gras- und Torfbrände ein, die sich sehr schnell ausbreiten, äußerst unberechenbar sind und einen großen Schaden hinterlassen. Gleichzeitig wächst mit diesen Bränden die Schadstoffbelastung der Luft. Und zwar nicht nur an Ort und Stelle. Der Rauch steigt vielmehr bis in die Stratosphäre und verteilt sich über Tausende von Kilometern – von Sibirien nach Alaska, von Australien nach Neuseeland und von Kalifornien bis nach New York City und Washington, D.C.

          Der Rauch kennt keine geographischen Grenzen. Damit leiden nicht nur die Menschen in der unmittelbaren Nähe des Feuers unter der erhöhten Schadstoffbelastung, sondern auch Millionen Menschen in anderen Regionen. Wildfeuer werden deshalb immer öfter als grenzüberschreitendes Gesundheitsrisiko betrachtet und bewertet. Die diesjährigen Brände in Sibirien etwa haben in einem Monat mehr Schadstoffe in die Luft entlassen als in irgendeinem anderen Monat seit der Beginn der Aufzeichnung vor 18 Jahren.

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