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Drittes Jahr in Folge : Neuer globaler Hitzerekord im Jahr 2016

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Risse in der Erde des ausgetrockneten Rheinufers in Düsseldorf (Archivbild) Bild: dpa

Jüngste Klimadaten der Nasa und der amerikanischen Wetterbehörde belegen: Der weltweite Temperaturdurchschnitt steigt und steigt. Der Hauptgrund ist für die Forscher offenkundig.

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          2016 war das weltweit heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das geht aus am Mittwoch veröffentlichten Daten der US-Ozeanografie- und -Wetterbehörde NOAA sowie der Raumfahrtbehörde Nasa hervor. Es war damit das dritte Jahr in Folge, dass ein globaler Hitzerekord aufgestellt wurde.

          Der weltweite Temperaturdurchschnitt lag demnach im vergangenen Jahr um 0,94 Grad Celsius über dem Mittelwert des 20. Jahrhunderts. Der Schnitt des Jahres 2015 wurde um 0,07 Grad übertroffen.

          Als Hauptgrund für die Hitzerekorde der vergangenen Jahre benennen Wissenschaftler den menschengemachten Klimawandel. Auch das Klimaphänomen El Niño, das eine Erwärmung des Pazifischen Ozeans bewirkt, habe seinen Anteil – doch der Hauptfaktor sei der „menschliche Einfluss auf das Klima durch den Ausstoß von Treibhausgasen in die Atmosphäre“, sagte der britische Klimaforscher Peter Stott.

          Die globalen Klimadaten der amerikanischen Behörden wurden zwei Tage vor Amtsantritt des neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump veröffentlicht, der im Wahlkampf den menschengemachten Klimawandel als Fiktion bezeichnet und den Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt hatte.

          Diese Äußerungen haben in der Weltgemeinschaft große Sorgen ausgelöst, dass mit Trump der Kampf gegen den Klimawandel einen schweren Rückschlag erleiden könnte. Allerdings sagte der künftige Präsident nach seinem Wahlsieg, er stehe dem Thema „offen“ gegenüber.

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