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Vermüllter Meeresboden : Wo sich Plastik herumtreibt

  • -Aktualisiert am

Plastikstühle am Grund des Mittelmeers vor der franzöischen Küste. Bild: Fotofinder

Plastikmüll treibt nicht nur auf der Oberfläche der Ozeane. Kunststoffe setzen sich auch tonnenweise in Form von Mikropartikeln am Meeresboden ab. Forscher sind den Wegen und Strömungen nachgegangen. Dabei haben sie beachtliche Entdeckungen gemacht.

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          Der Begriff des Anthropozäns hat es zwar noch nicht in die Erdkundebücher geschafft, aber doch in die Köpfe vieler Geologen. Sie beschreiben damit eine vom Menschen geprägte Epoche des Känozoikums, der Erdneuzeit. Als die jüngste Epoche und offiziell noch andauernde gilt zwar das Holozän, das mit dem Ende der Eiszeit vor 11.500 Jahren begonnen hatte, doch nun ist es vielleicht an der Zeit, eine neue zu benennen.

          Die Grenzen zwischen den einzelnen Epochen lassen sich an Veränderungen im Sedimentgestein erkennen, und für das Anthropozän gibt es auch schon ein Erkennungsmerkmal: Mikroplastik. Wie Roland Geyer in seinem Aufsatz „Earth and Plastic“ in dem anlässlich des Tags der Erde veröffentlichten Buch „Earth 2020“ schreibt, verweist ein Sedimentkern, der vor der Küste Südkaliforniens gewonnen wurde, auf die fünfziger Jahre als den Beginn des Zeitalters des Mikroplastiks. Denn in diesen Gesteinsschichten tauchen die ersten Plastikpartikel auf, und ihre Menge verdoppelt sich seitdem alle 15 Jahre.

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