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Klimawandel und Wetter : Das Chaos wird größer, wenn die Pole schmelzen

Forscher des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts untersuchen im Zuge der „Polarstern-Expedition“ das Meereis am Südpol. Bild: dpa

Mit einem schockartigen Abschmelzen der Polkappen ist wohl nicht zu rechnen. Das ist die erfreuliche Botschaft zweier neuer Klimastudien. Für das künftige Wetter aber bedeutet das keine Entwarnung.

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          „Mehr als zwei Meter werden die Meerespegel bis zum Ende des Jahrhunderts nicht steigen, das scheint sicher.“ So kommentiert Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, einer der Hauptautoren des Weltklimarates IPCC, zwei neue Studien von Kollegen, die in der Zeitschrift „Nature“ über die Rolle der beiden größten Eisreservoire der Welt – Grönland und die Antarktis – für Wetter und Klima berichten. Zwischen den Zeilen erfährt man damit auch, wie groß die Unsicherheit bei den Gletscherforschern und Ozeanographen heute ist. 

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          In den beiden neuen Veröffentlichungen geht es nicht nur um die für alle Küstenplaner und Küstenbewohner brennende Frage, wie sich das mittlerweile stark beschleunigte Abschmelzen des „ewigen Eises“ auf den globalen Meeresspiegel auswirkt. Es geht auch um jene geophysikalischen Prozesse, die die Atmosphäre und damit unser Wetter in den nächsten hundert Jahren entscheidend beeinflussen könnten.

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