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Klimastudie : Globale Erwärmung schon seit 1000 Jahren

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Klimamodelle: Seit mindestens 1000 Jahre wird es wärmer Bild: picture-alliance/ dpa

Auf der Erde wird es seit mindestens 1000 Jahren kontinuierlich wärmer. Nie aber wurde der Prozeß so beschleunigt wie durch den Ausstoß von Treibhausgasen im 20. Jahrhundert. Die aktuelle Studie entstand im Auftrage des amerikanischen Kongresses.

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          Die Erwärmung der Erde hat laut einer Studie der amerikanischen Akademie der Wissenschaften den höchsten Stand seit 400 Jahren erreicht - wenn nicht gar seit 2000 Jahren. Demnach stieg die Durchschnittstemperatur in der nördlichen Hemisphäre allein im Verlauf des 20. Jahrhunderts um etwa ein Grad Celsius. Als hauptverantwortliche Faktoren für diese Entwicklung nennt der am Donnerstag veröffentlichte Bericht „Aktivitäten des Menschen“, die einem wirksamen Klimaschutz entgegen stünden.

          Untersucht wurde die Temperaturentwicklung der vergangenen Jahrhunderte, soweit dies präzise möglich war. Demnach waren die Daten seit 1600 verläßlich genug, um eine kontinuierliche Erderwärmung zu konstatieren. Gleichwohl zeigten sich die Wissenschaftler überzeugt, daß der Temperaturanstieg schon seit mindestens 1000, wenn nicht 2000 Jahren anhält. Allerdings soll es auch um das Jahr 1000 recht heiß gewesen sein, während von 1500 bis 1850 eine „kleine Eiszeit“ registriert wurde.

          Treibhausgase beschleunigen Erderwärmung

          Zu keinem Zeitpunkt habe die Erwärmung allerdings so rasant zugenommen wie im 20. Jahrhundert, betonen die Autoren der Studie. Dafür wurden die Treibhausgase Kohlendioxid und Methan verantwortlich gemacht. Diese kamen im Zeitalter der fortschreitenden Industrialisierung immer stärker zum Einsatz, während ihr Ausstoß in 12.000 Jahren zuvor mehr oder weniger konstant war. Im Zeitraum zwischen dem ersten Jahrhundert und dem Jahre 1850 waren dagegen nur Vulkanausbrüche und Fluktuationen in der Sonnenstrahlung für Temperaturschwankungen verantwortlich.

          Die Studie wurde vom wissenschaftlichen Ausschuß des Kongresses in Washington in Auftrag gegeben. Der republikanische Vorsitzende Sherwood Boehlert wollte damit dem Ausschuß für Energie und Handel entgegentreten, der den Klimawandel wiederholt heruntergespielt hat. Auch die Regierung von Präsident George W. Bush macht geltend, die Erderwärmung sei nicht stark genug, um Maßnahmen zu rechtfertigen, die fünf Millionen Arbeitsplätze kosten könnten. So wollen die Vereinigten Staaten auch das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz nicht ratifizieren.

          Al Gore: Wähler drängen Politiker

          Bei einem Seminar zum Klimawandel am Amtssitz des britischen Premierministers Tony Blair erklärte der frühere amerikanische Vizepräsident Al Gore, die Bevölkerung der Vereinigten Staaten werde sich immer stärker der Gefahren einer fortschreitenden Erderwärmung bewußt. Die Wähler würden deshalb die Politiker dazu drängen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sagte Gore der BBC in London.

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