https://www.faz.net/-gwz-afyhp
Bildbeschreibung einblenden

Negative Emissionen : Wie man das CO2 aus der Luft entfernt

Großflächige Aufforstung ist eine Möglichkeit, die Kohlendioxid-Pegel langfristig zu stabilisieren. Doch ob die dafür nötigen Flächen zu Verfügung stehen, ist eine politisch-gesellschaftliche Frage. Bild: Picture Alliance

Ohne die aktive, technische Entfernung von CO2 aus der Luft bleiben alle Klimaziele Makulatur. Tragisch, dass nicht zuletzt Klimaschützer sie so lange verteufelt haben.

          11 Min.

          Vielleicht wird man dereinst eine Geschichte erzählen. Ein Heldenepos könnte es werden, so voller Magie wie das Land, in dem sie ihren Anfang nahm, kündet sie doch davon, wie eine drohende globale Katastrophe im letzten Moment abgewendet wurde. Und so könnte die Geschichte beginnen: Tapfere Männer aus dem Land der Berge zogen hinauf ins Land aus Feuer und Eis, um aus Luft Stein zu machen – und damit die Erde zu retten. Kitschig? Gewiss. Trotzdem könnte sich das Projekt, das gerade in Island entsteht, zu einer fabelhaften Geschichte entwickeln im Kampf gegen den Klimawandel.

          Andreas Frey
          Freier Autor in der Wissenschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Bislang drehen sich aber nur Dutzende Ventilatoren in den grünen Bergen der Insel im Nordatlantik. Schauplatz ist eine Ebene, einige Kilometer von der Hauptstadt Reykjavik entfernt. In dieser Einöde hat das Schweizer Start-up Climeworks, geleitet von zwei deutschen Ingenieuren, die Anlage errichtet, die als großer Hoffnungsträger für wirksamen Klimaschutz gilt. „Orca“ haben die Hauptdarsteller das Projekt genannt, nach isländisch „Orka“ für „Energie“. Die riesigen Ventilatoren filtern das klimaschädliche Kohlendioxid direkt aus der Atmosphäre, ehe es in einer benachbarten Anlage in die Tiefe gepresst und zu Stein verfestigt wird. Den elektrischen Strom beziehen sie klimaneutral aus der Geothermie.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Schnelle Produktion: Ein Brückenträger für Genua, geschweißt in der Werft, montiert auf der Baustelle

          Brücken vom Dock : Wie Italiens Werften Brücken bauen

          Deutschland hat stillgelegte Werften und kaputte Brücken. Was man daraus machen kann, zeigt Italien in vorbildlicher Manier. Der Schiffsbaukonzern Fincantieri denkt die Stahlverarbeitung breiter.
          Durch ein neues Missbrauchsgutachten schwer belastet: der damalige Papst, Benedikt XVI., am 17. Oktober 2005 im Petersdom im Vatikan

          Missbrauch im Erzbistum München : Die Lüge Benedikts

          Ein Gutachten über sexuellen Missbrauch im Erzbistum München belastet den emeritierten Papst. Fragen wirft vor allem ein Sitzungsprotokoll aus dem Jahr 1980 auf.