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Klima : Globale Erwärmung läßt Korallen sprießen

Profitieren Korallen von der globalen Erwärmung? Bild: dpa

Die globale Erwärmung des Klimas wird möglicherweise anders als bislang vermutet das Wachstum von Korallen in den tropischen Meeren nicht bremsen, sondern sogar erheblich vorantreiben.

          Die globale Erwärmung des Klimas wird möglicherweise anders als bislang vermutet das Wachstum von Korallen in den tropischen Meeren nicht bremsen, sondern sogar erheblich vorantreiben.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Bis zu einem Drittel dürfte deren Masse zunehmen, wenn sich Berechnungen australischer Forscher bestätigen, die in der Online-Ausgabe der Zeitschrift "Geophysical Research Letters" (Bd. 31, L22309) veröffentlicht wurden. Aus früheren Experimenten und Messungen in der Luft und den Küstengewässernist bekannt, daß die Menge an gelöstem Kohlendioxyd im Wasser zugenommen hat - und weiter zunimmt. Daraus hatte man bisher geschlossen, daß der Säurewert des Wassers weiter sinkt und die Kalkbildung der Korallen zunehmend erschwert wird.

          Wärme forciert Stoffwechsel von Microalgen

          Erhebungen in zahlreichen Riffen im indopazifischen Raum sowie vor Australien, Hawaii, Thailand und im Persischen Golf haben jedoch ergeben, daß die Kalkbildung derzeit ähnlich hoch ist wie im neunzehnten Jahrhundert. Ursache dafür ist die Erwärmung der Meere, die zum erstenmal in solche Berechnungen einbezogen wurde. Die höheren Temperaturen forcieren den Stoffwechsel der symbiontischen Mikroalgen in den Korallentierchen. Wenn die Klimatologen die Anreicherung mit Kohlendioxyd und die Erwärmung der Ozeane auch nur einigermaßen richtig vorhersagen, dann könnte die Masse an Korallen in den nächsten Jahrzehnten um bis zu einem Drittel zunehmen.

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