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Warum wurden Bäche zu reißenden Strömen?

Von MANFRED LINDINGER, OLIVER SCHLÖMER und JENS GIESEL · 20. Juli 2021
Animation: Jens Giesel / Quelle: Zoom Earth

Das Hochwasser und die Jahrhundertfluten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und jetzt in Bayern sind nicht nur die Folge des Klimawandels. Auch andere Faktoren haben zur Katastrophe geführt.

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assermassen strömen durch die Straßen, überfluten Keller und Wohnungen, reißen alles mit, was sich ihnen in den Weg stellt, Bäume, Häuser, Brücken und Autos. Harmlose Bachläufe sind plötzlich reißenden Flüsse, Pegelstände klettern auf sieben oder acht Meter, ganze Ortschaften versinken in braunen Fluten. Es sind unfassbare Szenen, die sich am Donnerstag vergangener Woche in Rheinland-Pfalz und Teilen Nordrhein-Westfalens und der Benelux-Staaten abgespielt haben. Was man nur aus Katastrophenfilmen kennt oder aus Regionen, die vom Monsun heimgesucht werden, das gehört nun offenkundig auch in Deutschland zur Wirklichkeit.

Luftbild des Ortsteils Altenburg in Altenahr vor dem Hochwasser
Luftbild des Ortsteils Altenburg in Altenahr vor dem Hochwasser Bild: Google Earth
Eine Luftaufnahme vom 15. Juli zeigt den vom Ahr-Hochwasser überfluteten Ortsteil Altenburg in Altenahr.
Eine Luftaufnahme vom 15. Juli zeigt den vom Ahr-Hochwasser überfluteten Ortsteil Altenburg in Altenahr. Foto: Polizei/dpa
Auf Luftaufnahmen zeigt sich das Ausmaß der Überflutungen im Ortsteil Altenburg in Altenahr.

Mindestens 170 Menschen sind in den Fluten umgekommen, etliche werden noch vermisst. Viele Häuser sind eingestürzt oder instabil und unbewohnbar geworden. Menschen flohen auf ihre Hausdächer und warten auf Rettung. Die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk und die Bundeswehr sind im Dauereinsatz. Sie retten mit schwerem Gerät, was noch zu retten ist. Erschwerend kommt hinzu, dass mancherorts weder Strom noch Telefon funktionieren. 

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