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Amerika und der Klimawandel : „Die Wissenschaft ist unter Beschuss“

  • -Aktualisiert am

Die ehemalige Leiterin der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA Gina MCCarthy ist froh, dass ihr Nachfolger und Klimawandelskeptiker Scott Pruitt mittlerweile zurückgetreten ist. Bild: Patrick McMullan via Getty Image

Als Leiterin der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA war Gina McCarthy die zentrale Figur der Obama-Regierung im Kampf gegen die Erderwärmung. Ein Gespräch über Forschung und Klimapolitik unter Präsident Trump.

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          Frau McCarthy, in einer Rede vor den Absolventen der Harvard-Universität sagten Sie vergangenes Jahr, die Wissenschaft dürfe nicht politisiert werden. Wird sie das unter Trump?

          Die aktuelle Regierung macht kein Geheimnis daraus, dass sie ihre Behörden dazu anhält, den Klimawandel nicht zu berücksichtigen. Internetseiten mit Klima-Informationen wurden gelöscht, in geleakten Dokumenten von Bundesbehörden wird empfohlen, Wörter wie "climate change" und "science-based" zu vermeiden. Und statt an den Forschungsbehörden hohe Ämter an Wissenschaftler zu vergeben, gehen sie an Industrievertreter. So stellt Trump sicher, dass die Beratung, die er einholt, den Tatsachen entspricht, die er hören möchte. Man kann andere Ideale haben, aber man kann sich nicht Wunschfakten zusammensuchen, um bei einem schon vorher feststehenden Ergebnis anzukommen.

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