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Katastrophenschutz : Wie wir uns gegen die Fluten schützen können

Was einmal der Friedhof in Bad Neuenahr-Ahrweiler war, ist nach dem Hochwasser ein einziges Trümmerfeld. Bild: Lucas Bäuml

Starkregen, Überflutungen, aber auch Hitzewellen: Höchste Zeit, dass sich Städte und Kommunen richtig auf den Klimawandel vorbereiten und die Menschen besser schützen. Wie das gelingen kann? Wissenschaftler haben dafür bereits geeignete Konzepte entwickelt.

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          Den Meteorologen kann man keinen Vorwurf machen. Mehrere Tage vor der Hochwasserkatastrophe hatten sie schon eindringlich vor Starkregen und Hochwasser gewarnt, und zwei Tage vor dem Regen stimmten die Berechnungen hochauflösender Regionalmodelle mit den tatsächlichen Niederschlagsmengen gut überein. Dennoch sah man auch sie später zerknirscht: Eine solche Katastrophe hätte kein Meteorologe erwartet.

          Andreas Frey
          Freier Autor in der Wissenschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das Problem war aber nicht ihr Mangel an Vorstellungskraft, sondern die schwierige Übersetzung des großflächigen Ex­tremwetterereignisses auf einzelne Regionen und die lokalen Begebenheiten, also auf das, was der Regen am Boden anrichten würde. Und das ist nicht der Job von Meteorologen. Die treffen eher pauschale Aussagen über mögliche Gefahren, die das Wetter bereithält. Offiziell festgelegt sind diese in den verschiedenen Warnstufen des Deutschen Wetterdiensts, die an Behörden und Kommunen weitergegeben werden, wie auch in diesem Fall. Der Wetterdienst hatte rechtzeitig vor extremer Unwettergefahr gewarnt – und die höchste Warnstufe ausgerufen. Doch spätestens jetzt zeigt sich: Um vor solchen katastrophalen Folgen wie im Ahrtal zu warnen, reichen die üblichen Vorhersagen und Unwetterwarnungen nicht aus, denn 200 Liter richten auf dem platten Land weniger an als in einem engen Tal ohne Abfluss.

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