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Erderwärmung : Sommerwetter rund um den Südpol

Ort des Hitzerekords: Argentiniens Antarktis-Stützpunkt Marambio Bild: dpa

In der Antarktis wurden zum ersten Mal mehr als 20 Grad gemessen. Das Abschmelzen der Eisschilde hat das Potential, den Meeresspiegel langfristig um Dutzende Meter anzuheben. Wie viel, hängt von politischen Entscheidungen ab.

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          Zimmertemperatur in der Antarktis, das gab es noch nie, nicht einmal im Südhemisphären-Sommermonat Februar: Noch reicht es nicht für eine veritable Hitzewelle am Südpol, und doch drückt die Erderwärmung dem neuen Jahr, kaum hat es begonnen, schon seinen Stempel auf. Der Januar jedenfalls war global gesehen wieder ein Rekordmonat: Noch nie seit Beginn der Temperaturmessungen gab es einen wärmeren Januar. 1,14 Grad Celsius über dem Mittelwert des 20. Jahrhunderts, vermeldete am Donnerstag die amerikanische Nationale Behörde für Ozean- und Atmosphärenforschung. Das war sogar vier Hundertstel Grad über dem absoluten Wärme-Rekordjahr 2016, das seinerzeit zusätzlich von der starken Wärme-Anomalie El Niño im Pazifik aufgeheizt worden war.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Es sind aber nicht allein die Rekordwerte, die Klimaforscher und Meteorologen als Belege für den durch Menschenhand angefachten Klimawandel heranziehen. Die Beobachtung, wonach die Top Ten der wärmsten Januar-Monate allesamt in diesem neuen Jahrhundert liegen, lässt sich nach Überzeugung der Wissenschaftler mit natürlichen Klimaschwankungen jedenfalls nicht mehr erklären.

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