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Kampf gegen den Klimawandel : Gentest erkennt dürrefeste Buchen

Braun statt grün: Dürreschäden an einer Buche Bild: Cornelia Sick

Das Team um den Frankfurter Forscher Markus Pfenninger hat einen Gentest entwickelt, mit dem man Buchen erkennt, die mit Dürre besser zurechtkommen. Der Test könnte im Kampf gegen den Klimawandel helfen.

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          Biologen aus Frankfurt, Darmstadt, Gießen und Geisenheim haben einen Gentest entwickelt, mit dem sich dürreresistente Buchen erkennen lassen. Er könnte dabei helfen, für die Forstwirtschaft Exemplare auszuwählen, die mit dem Klimawandel besser zurechtkommen.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Für die Studie hat das Team um den Frankfurter Forscher Markus Pfenninger in den Jahren 2019 und 2020 das Erbgut von Rotbuchen an rund 200 Standorten in Hessen untersucht. Die Wissenschaftler wählten je einen gesund aussehenden Baum und ein Exemplar mit stark vertrockneten oder fehlenden Blättern im Umkreis von fünf Metern. Aus grünen Blättern gewannen sie die DNA und bestimmten deren Sequenz. Im Genom der Buchen finden sich etwa 100 Stellen, die Einfluss darauf haben, wie gut der Baum Trockenheit verträgt. Für diese DNA-Abschnitte entwickelten die Forscher molekulare Marker. Mit ihnen kann überprüft werden, ob ein Baum oder dessen Samen Genvarianten enthält, die seine Widerstandskraft erhöhen. Der Test wurde an etwa 90 Buchen überprüft, die Trefferquote lag bei 99 Prozent.

          „Mit unserer Studie haben wir die wissenschaftlichen Grundlagen für ein nachhaltiges Management von Buchenwäldern gelegt, das die natürliche Selektion widerstandsfähiger Bäume unterstützt“, sagt Pfenninger. Jetzt müssten die Erkenntnisse in der Praxis angewandt werden.

          Link zur Studie

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