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Krisen-Meteorologie : Bibbern vor dem Winter

Das war mal ein kalter Winter: Hamburger gehen im Januar 2010 auf der zugefrorenen Außenalster spazieren. Bild: dpa

Eine richtig kalte Jahreszeit kann in Deutschland diesmal niemand gebrauchen. Nun sorgen die ersten langfristigen Prognosen der Meteorologen für Optimismus. Doch dazu ist es noch viel zu früh.

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          Warm soll der Winter werden, verkündete der Deutsche Wetterdienst Mitte November. Wär­mer noch als seine milden Vorgänger der Jahre zuvor. Das war natürlich eine gute Nachricht inmitten der größten Energiekrise seit den Siebzigerjahren. Politik und Medien frohlockten: Das Gas wird wohl reichen, die Lichter bleiben an.

          Andreas Frey
          Freier Autor in der Wissenschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Doch es kann alles noch ganz anders kommen. Niemand weiß das besser als Kristina Fröhlich vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach, die Expertin für saisonale Prognosen. Sie hat den Ausblick auf den Winter erstellt, und ihre Expertise ist gefragt wie nie, auch bei der Bundesnetzagentur. Immerhin hängt vom Verlauf des Winters die Versorgungssicherheit des ganzen Landes ab. Fällt er streng aus, könnte das schnell zur Belastungsprobe werden, weil das Gas knapp wird. Aber auch eine durchschnittlich temperierte kalte Jahreszeit könnte kritisch sein. Derzeit gastiert Kristina Fröhlich bei den britischen Kollegen in Exeter, wo man schon länger Erfahrungen mit Langfristprognosen sammelt. Sie sei zwar ein Winterfreund, erzählt sie, mit richtig Schnee und Kälte, aber in diesem Jahr wäre sie froh, wenn der Winter einfach ausfiele.

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