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Wrack im Südpolarmeer : „Endurance 22“ findet das 1915 gesunkene Schiff in der Antarktis

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Der Name ist noch eindeutig auf dem Heck zu lesen. Bild: Falklands Maritime Heritage Trust/PA Media/dpa

Vor mehr als 100 Jahren versank die „Endurance“ im Südpolarmeer, die Rettung der Besatzung ging in die Geschichte der Antarktisforschung ein. Nun ist es einem Expeditionsteam gelungen, das legendäre Wrack zu finden.

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          Mehr als 100 Jahre ist es her, dass das Expeditionsschiff „Endurance“ im Südpolarmeer versank. Nun ist offenbar gelungen, was eigentlich als aussichtsloses Unterfangen galt: Wie das Expeditionsteam „Endurance 22“ an diesem Morgen mitteilte, ist es ihm gelungen, das Wrack mithilfe eines Unterwasserroboters aufzuspüren – in einer Tiefe von gut 3000 Metern am Grund des Weddell-Meeres. Das Schiff befindet sich etwa vier Meilen südlich der Position, die der Kapitän damals im Logbuch verzeichnet hatte.

          Das Wrack der „Endurance“ ist eines der berühmtesten der Welt. Die Expedition Ernest Shackletons war 1914 nach Beginn des Ersten Weltkriegs aufgebrochen. Das Ziel: Der britische Polarforscher wollte als Erster den antarktischen Kontinent durchqueren. Das Vorhaben scheiterte, die „Endurance“ wurde im Januar 1915 vom Packeis des Weddell-Meeres vollständig eingeschlossen und zerdrückt.

          Trotzdem kehrte Shackleton als gefeierter Held heim, alle Expeditionsteilnehmer wurden vor dem Tod bewahrt. Eines der Rettungsboote, mit denen sich die Besatzung retten konnte, ist heute noch in London zu besichtigen.

          Video- und Laseraufnahmen der Endurance laufen im Kontrollraum des Forschungsschiffs. Bilderstrecke
          „Endurance 22“ : Entdeckung in 3000 Metern Tiefe

          Schon 2019 wurde eine erste Suchexpedition gestartet, doch ein autonomes Unterwasserfahrzeug für unbemannte Tauchgänge ging unter der geschlossenen Eisdecke verloren. Das Team der „Endurance 22“ war auf so einen Fall vorbereitet, das Unterwasserfahrzeug sendete Daten in Echtzeit an Deck, damit nichts verloren geht. Mehr als zwei Wochen lang suchte das Expeditionsteam in einem Radius von 150 Quadratmeilen und hatte mit dichtem Packeis und frostigen Temperaturen zu kämpfen.

          Entsprechend groß ist die Begeisterung, das Wrack nun gefunden zu haben – offenbar in hervorragendem Zustand. „Dies ist bei Weitem das beste hölzerne Wrack, das ich je gesehen habe“, zitiert der „Spiegel“ den Forschungsdirektor der Expedition, Mensun Bound. Auch der Name ist noch eindeutig auf dem Heck zu lesen.

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