https://www.faz.net/-gwz-7ufkq

Kabelloses Ladegerät : Leinen los

  • Aktualisiert am

Bald nicht mehr notwendig? Handy-Aufladekabel Bild: dpa

Ladekabel ade! Smartphones lädt man in Zukunft kabellos in der Hosentasche wieder auf. Diese neue Technologie macht sich spezielle Magnetfelder zunutze.

          Wissenschaftler am „Massachusetts Institute of Technology“ (MIT) haben dazu MagMIMO entwickelt, eine Technologie, die das Gerät über eine Distanz von bis zu 30 Zentimetern aufladen kann. In der Vision von Dina Katabi, Leiterin des Teams, das die Methode entwickelte, lädt das Smartphone während man im Job am Schreibtisch sitzt. „Gehen sie zu einem Meeting und kommen zurück, lädt das Handy wieder auf.“

          Die Technologie nutzt einen Trick, den sonst W-Lan Router nutzen: Erkennen diese ein Gerät, dass sich mit ihnen verbinden will, können sie das Signal in entsprechender Richtung verstärken. Bei der neu entwickelten Technologie werden an Stelle gerichteter Radiowellen gerichtete Magnetfelder genutzt. Diese Felder induzieren Strom in einer kleinen Drahtspule, die man an den Ladeport des Handys anschließt. Bei vielen Smartphones sind diese sogar schon eingebaut.

          Magnetische Ladefelder gehören in jedes Haus

          Wireless Charger gibt es bereits, bei den herkömmlichen Varianten muss das Gerät aber in exakter Position auf einer speziellen Unterlage liegen. Mit der neuen Technologie ist die Lage des Handys egal: Ob auf dem Kopf oder flach auf dem Tisch, befindet sich das Gerät innerhalb des Magnetfeldes, wird es geladen. Der Stromverbrauch soll dabei nicht höher sein, als beim Laden via Kabel. Für ein Iphone 4s dauerte dies fünf Stunden.

          Die Forscher sehen in der neuen Technologie die Möglichkeit, sich nie wieder um das Laden mobiler Geräte kümmern zu müssen. Besonders für kleine Geräte mit wenig Platz für Batterien, wie Smartwatches oder Headsets ist MagMIMO interessant. Ein Netzwerk magnetischer Felder in jedem Haus und an öffentlichen Plätzen, ähnlich dem W-Lan, dürfte aber vorerst Fiktion bleiben.

          Weitere Themen

          Feinstaub in der Plazenta entdeckt

          Luftverschmutzung : Feinstaub in der Plazenta entdeckt

          Winzige Rußpartikel, die von der Schwangeren eingeatmet werden, landen im Kreislauf des Fötus. Je schmutziger die Luft, desto höher die Belastung. Für die Gesundheit des Säuglings bedeutet das nichts Gutes.

          Klimaexperte redet Tacheles Video-Seite öffnen

          Unser Ökosystem in Gefahr : Klimaexperte redet Tacheles

          Die Brüder Grimm machten die altdeutschen Wälder weltbekannt. Wir machen sie kaputt, laut Experten. Monokulturen, Beräumung, Besprühen und kein Gesamtkonzept für Ökosystemmanagement. Wie passt das mit der steigender Popularität von Holz zusammen?

          Wie der Kohlenstoff die Elektronik erobert

          I am RV16CNano! : Wie der Kohlenstoff die Elektronik erobert

          Die Silizium-Elektronik ist in der Sackgasse: Mit einem Mikroprozessor aus Kohlenstoff-Nanoröhrchen könnte der Halbleiter abgelöst und das befürchtete Ende der Miniaturisierung verhindert werden.

          Topmeldungen

          Spaniens amtierender Ministerpräsident Pedro Sanchez nach dem Treffen mit König Felipe

          Regierungsbildung gescheitert : Stillstand in Spanien

          Pedro Sánchez hat keine Mehrheit im Parlament. Zum zweiten Mal in diesem Jahr wird im November ein neues Parlament gewählt. Doch die politische Blockade könnte andauern.
          Demnächst möglicherweise seltener zu sehen: „Zu vermieten“-Schild an einem Haus in Berlin-Schöneberg.

          F.A.Z. exklusiv : Mietendeckel schadet den Mietern

          Der Mietendeckel in Berlin soll das Wohnen bezahlbar halten. Doch die Studie eines renommierten Forschungsinstituts zeigt jetzt: Tatsächlich könnte er genau das Gegenteil bewirken.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.