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Mehrfachansteckung möglich? : Dem Coronavirus wird inzwischen alles zugetraut

Sars-CoV-2-Coronaviren (orange) unter dem Elektronenmikroskop. Bild: EPA

Können Coronavirus-Infizierte gar nicht richtig gesund werden? Kann man sich zweimal anstecken und die Seuche damit verschlimmern? Und warum versteckt sich der Erreger im Gehirn? Wie Forscher die Gerüchteküche anheizen.

          5 Min.

          Für den gefährlichen Anstieg der emotionalen Fieberkurve in Sachen Covid-19 sind nicht nur Verschwörungstheoretiker, sondern nicht unwesentlich auch wissenschaftliche Quellen verantwortlich, wie die Berichte über vermeintliche Zweitinfektionen mit dem neuen Coronavirus zeigen. Kann sich ein Patient, der genesen ist, ein zweites oder gar drittes Mal anstecken – und damit auch als Virusüberträger wieder unterwegs sein? Was das bedeuten würde für den weiteren Verlauf der Pandemie weltweit, lässt sich leicht ermessen. Das ohnehin schon hochinfektiöse Virus käme möglicherweise in Schüben – mindestens in zwei Schüben also bei einer einmaligen Reinfektion – wieder. Und die Isolationsmaßnahmen mit einer zweiwöchigen Quarantäne wären als Waffe zur Eindämmung endgültig stumpf.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Das neue Sars-CoV-2-Virus würde damit allerdings auch eine uralte Erfahrung der Medizin und Immunologie ad absurdum führen: Wer infiziert war und genesen ist, sollte demnach genügend Antikörper gebildet haben, um zumindest eine gewisse Zeit lang vor einer weiteren Infektion geschützt zu sein.

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