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Coronavirus B.1.1.529 : Wie gefährlich ist die Omikron-Variante?

Sars-CoV-2-Viren im Elektronenmikroskop. Bild: AP

So schnell hat noch keine Sars-CoV-2-Variante Schrecken verbreitet: B.1.1.529 aus dem Süden Afrikas enthält bedrohliche Mutationen – doch viele Fragen bleiben zur Wirkung der Impfungen und zum Ansteckungsrisiko.

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          Kaum eine Woche ist es her, dass die Sars-Cov-2-Variante B.1.1.529 aus dem Süden Afrikas bekannt wurde. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befasste sich am Freitag überhaupt zum ersten Mal mit ihr. Und doch ragt die Variante schon weit über die Hunderte anderen offiziell gelisteten Erreger hinaus. Der Grund: B.1.1.529, erstmals in Botswana beschrieben, enthält mehr als dreißig Mutationen allein an den Virus-„Stacheln“, also den Spike-Proteinen an der Oberfläche, mit denen sich der Erreger Zugang zum menschlichen Körper verschafft. Es ist aber nicht nur die Zahl, sondern vor allem die Kombination der Mutationen, die vielen Virologen Kopfzerbrechen bereitet. Und: In Südafrika ist die neue Variante durch eine schnelle Ausbreitung aufgefallen.

          Joachim Müller-Jung
          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          In der Region Gauteng mit den Städten Pretoria und Johannesburg ist die Zahl der neu registrierten Infektionen exponentiell gestiegen und macht schon neunzig Prozent der zuletzt entdeckten Viren aus. Allerdings ist die Gesamtzahl mit um die tausend erfassten B.1.1.529-Infektionen immer noch relativ klein. Mit den neuen Gensequenzierungsarbeiten entdecken Wissenschaftler inzwischen neue Varianten viel schneller. Es könnte sich demnach also auch um einen „Gründereffekt“ handeln – also, dass sich die Viren bislang vor allem in Gegenden mit wenig geimpften Menschen ausbreiten.

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