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Folgeschäden von Covid-19 : Nerven und Blut im Corona-Trauma

  • -Aktualisiert am

Ein sensibles Netzwerk: Menschliche Nervenzellen unter dem Lichtmikroskop. Sars-CoV-2 kann über die Ausläufer und Blutgefäße ins Nervengeflecht gelangen. Bild: Reuters

Eine Corona-Infektion wirkt sich auch auf das Nervensystem aus: Was Neuro-Covid so gefährlich macht und warum ein altbekanntes Blutwäsche-Verfahren helfen könnte.

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          Infektionen mit Sars-CoV-2 ziehen das Nervensystem oft erheblich in Mitleidenschaft. Die Bandbreite an neurologischen Störungen ist dabei erheblich. So umfasst sie unter anderem einen Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns, Kribbeln und Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen, starke Erschöpfung nach geringster Belastung, ruhelose Beine und Muskelschmerzen. Aber auch Schwierigkeiten, Texte zu verstehen, Satzabbrüche und Konzentrationsschwäche fallen in die Kategorie Neuro-Covid, wie die neurologischen Folgen der Covid-19-Krankheit genannt werden. Worauf diese genau beruhen, ist zwar noch offen. Von zentraler Bedeutung scheinen dabei gleichwohl eine Dysbalance des Immun- und des Gerinnungssystems einerseits und Gefäßentzündungen andererseits zu sein.

          Schon zu Beginn der Pandemie ist einigen Forschern aufgefallen, dass Covid-19 den Blutbahnen in erheblichem Maße zusetzt. Besonders betroffen ist hiervon die Gefäßinnenhaut, das Endothel. In unmittelbarem Kontakt mit dem Blut, besitzt diese dünne Zellschicht eine Vielzahl wichtiger Aufgaben. So schützt sie die Gefäße vor schädigenden Einflüssen, unterdrückt die Blutgerinnung und schüttet zudem Botenstoffe aus, die den lokalen Blutfluss je nach Bedarf erhöhen oder verringern. Funktionsstörungen dieses Multitasking-Talents beeinträchtigen die Durchblutung dabei sowohl direkt als auch indirekt, und zwar, indem sie die Gefäßerweiterung unterbinden und die Gerinnselbildung begünstigen. Als Systemerkrankung kann Covid-19 nicht nur die Gefäße der Lunge schädigen, sondern erheblich auch jene des Herzens, des Darms und weiterer Organe. Frühe Belege für einen solchen Zusammenhang haben Wissenschaftler um die Pathologin Zsuzsanna Varga vom Universitätsspital Zürich vorgelegt.

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