https://www.faz.net/-gwz-a5cc1

Durchbruch – was bedeutet das? : Fünf Dinge, die man über den ersten Corona-Impfstoff wissen sollte

Zwei Injektionen werden für den Impfschutz benötigt. Bild: AFP

Wie gut ist der Corona-Impfstoff BNT162b2 wirklich? Makellos, wie das für viele nach der ersten Präsentation klang, ist kein Impfstoff. Was also kann man erwarten, wenn man sich impfen lässt?

          5 Min.

          Der von Biontech aus Mainz und dem amerikanischen Konzern Pfizer geprüfte RNA-Impfstoff BNT162b2 gegen das neue Coronavirus hat mit den ersten Zwischenergebnissen der Zulassungsstudie große Euphorie ausgelöst – aber sicher auch nicht alle Wünsche erfüllt. Viele Fragen bleiben. Und die Hoffnung, dass die anderen Impfstoffprojekte ebenfalls schnell mit Ergebnissen und Daten über ihre Fortschritte berichten.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Wem hilft der Impfstoff, wenn die Wirksamkeit 90 Prozent beträgt?

          90 Prozent klingt viel, und eine solch hohe Effektivität hat man tatsächlich bei anderen Impfstoffen wie der Grippe-Vakzine eher selten. Insofern gilt das Ergebnis als überraschend, ja quasi als Durchbruch für eine so neue Impfstofftechnik. 90 Prozent Wirksamkeit für BNT162b2 bedeutet, dass bei 90 Prozent der geimpften freiwilligen Probanden eine Infektion verhindert wurde. Zuerst aber: Die Prüfung des Impfstoffs ist noch lange nicht abgeschlossen. Bei den ersten Zwischenergebnissen, die von unabhängigen Impfexperten im Data Monitoring Commitee für die Studiengruppe (der Firmen Biontech und Pfizer) gesichtet wurden, handelt es sich um die Daten, die man für den Antrag einer Notfallzulassung in den Vereinigten Staaten mindestens benötigt. Dafür haben etwa 39.000 der insgesamt 43.500 Frauen und Männer in der Studie bereits beide Impfdosen erhalten, die nötig sind. Der einen Hälfte war der Impfstoffkandidat injiziert worden, der anderen Hälfte (unwissentlich) ein Scheinmedikament, ein Placebo.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Freundinnen: Luisa und Sophie wohnen zusammen in Frankfurt. Beide verdienen Geld mit Pornovideos, die sie selbst aufnehmen.

          Studentin in Geldnot : Pornos drehen für den Master

          Luisa besucht eine Hochschule im Rhein-Main-Gebiet und verkauft Sexvideos, um ihr Studium zu finanzieren. Sie sagt, das fühle sich dreckig an. Doch der Geldmangel habe sie dazu getrieben, und andere Nebenjobs sind ihr zu zeitaufwendig.
          Ein Teil eines Kreuzfahrtschiffs wird am Warnemünder Standort der MV Werften ausgedockt. (Archivfoto)

          MV Werften in der Krise : Schiffbruch an der Ostsee

          Die MV Werften sind durch Corona und hausgemachte Fehler in eine Schieflage geraten. Trotz hoher Staatshilfen fehlen die Perspektiven. Es wächst die Angst vor einem Kollaps.