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Elektromagnetische Strahlung : Wie gefährlich ist das Handy für unser Gedächtnis?

Das Telefon ist immer dabei: Badegäste am Strand des griechischen Touristenorts Sarti Bild: dpa

Kann Mobilfunkstrahlung wirklich unser Erinnerungsvermögen mindern? Schweizer Forscher sagen: ja. Doch es gibt Zweifel.

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          Seit es Handys gibt, steht die Frage im Raum: Sind diese Geräte schädlich? Es gibt Studien, die sagen: ja. Es gibt Studien, die sagen: nein. Und es gibt Studien, die sagen: vielleicht. Nun ist eine weitere Studie hinzugekommen. Sie beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen hochfrequenten elektromagnetischen Feldern und dem Gedächtnis junger Menschen, die mit ihren Telefonen auch viel telefonieren.

          Stephan Finsterbusch

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Forscher um Martin Röösli am Swiss Tropical and Public Health Insitute STPHI hatten ein Jahr lang 700 dieser telefonierenden Jugendlichen unter die Lupe genommen. Sie fanden heraus, dass sich die Handys nicht förderlich auf die Gedächtnisleistung der Probanden auswirkten. Der Grund: hochfrequente elektromagnetische Felder. Sie funken einigen Regionen im Hirn bei ihrer Arbeit offenbar dazwischen. Während das Surfen im Internet oder das Versenden von Textnachrichten kaum einen Einfluss auf das Hirn haben, scheint das beim Telefonieren anders zu sein. Die hochfrequenten elektromagnetischen Felder am Ohr wirken unmittelbar am Gehirn. Das könnte schädlich für die unter dem Schädel befindlichen Hirnregionen sein.

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