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Automatische Gesichtserkennung : Gefährliche Ähnlichkeit

  • -Aktualisiert am

Big Brother in George Orwells Roman „1984“ war wenigstens noch ein Mensch. Bild: dpa

Wenn Systeme zur Gesichtserkennung falschliegen, kann das äußerst unangenehm werden. Wie kommen solche Fehler überhaupt zustande?

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          Mitte Mai legten Polizisten einer Frau in der U-Bahn von Buenos Aires Handschellen an. Nach ihr werde wegen eines Betrugsfalls gefahndet, sollen die Beamten gesagt haben. Das berichtet die argentinische Tageszeitung „Página 12“. Die Frau habe ihren Ausweis vorgezeigt und beteuert, nicht die Gesuchte zu sein. Es half nichts. Laut dem Zeitungsbericht musste sie bis zum nächsten Tag auf der Wache bleiben. Erst dann seien die Beamten zu dem Schluss gekommen, dass sie die Falsche hatten.

          Man könnte dies als einfache Verwechselung abtun. Doch 20 Tage zuvor sei in Argentiniens Hauptstadt ein System zur automatischen Gesichtserkennung in Betrieb gegangen, schrieb die Zeitung. Das System filmte die Gesichter der Menschen in den Zugängen zur U-Bahn. Bei der Frau stellte es offenbar eine ausreichende Ähnlichkeit mit der Betrügerin fest. Man spricht hier von einem „falsch positiven“ Ergebnis.

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