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Wegen Krieg in der Ukraine : Alarm im Cyberspace!

  • -Aktualisiert am

Sabotage in der Traumfabrik: 2014 wurde Sony Pictures Opfer einer schweren Cyberattacke, wohl aus Nordkorea und im Zusammenhang mit dem Film „The Interview“. Bild: Bloomberg

„Schilde hoch!“: Das Kriegsgeschehen in der Ukraine sorgt in der digitalen Sphäre weltweit für Gefahren. Und zwar selbst dann, wenn kein direkter Hackerangriff droht.

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          Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat auch weit abseits der Schlachtfelder für Alarmstimmung gesorgt. Weltweit mahnen die für Cybersicherheit zuständigen Stellen zu Wachsamkeit. Das britische nationale Cybersicherheitszentrum empfahl Organisationen, ihre Verteidigung im Internet zu stärken. Die amerikanische Behörde CISA gab das Kommando „Shields Up“ („Schilde hoch“). „Jede Organisation – ob groß oder klein – muss vorbereitet sein, auf zerstörerische Cyberaktivitäten zu reagieren“, heißt es in der Erklärung. Von der australischen Regierung kamen ähnliche Anweisungen. Hierzulande rief das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik unter anderem Betreiber kritischer Infrastrukturen dazu auf, ihre Reaktionsbereitschaft zu steigern. Es herrsche eine erhöhte Bedrohungslage für Deutschland.

          Der Grund für all diese Warnungen ist, dass die russische Offensive von Cyberangriffen begleitet wurde. Zwar fielen die nicht so verheerend aus wie befürchtet. Den Angreifern war es gerade mal gelungen, Daten von Behörden und Unternehmen zu löschen und Websites zu überlasten. Einen Stromausfall oder eine Störung des Internets haben sie bislang aber nicht herbeigeführt, obwohl viele Beobachter das erwartet hätten. Spekulationen über diesen glimpflichen Verlauf reichen von taktischen Erwägungen – Russland könnte die Kommunikationsinfrastruktur verschont haben, um sie nach einer schnellen Invasion selbst zu nutzen – bis hin zur Vermutung, das Land habe seine dereinst glänzenden Fähigkeiten der elektronischen Kriegsführung schlicht vernachlässigt. Dennoch fürchten die Behörden nun zwei Dinge: gezielte Angriffe als Reaktion auf die Sanktionen des Westens und ein unbeabsichtigtes Herüberschwappen der digitalen Kampfhandlungen auf andere Regionen.

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