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Chronologie : Von Meteosat bis Huygens

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Das erste Großprojekt: Wettersatellit Meteosat-1 Bild: Esa

„Erstklassig und weltweit führend“ nennt EU-Industriekommissar Günter Verheugen die europäische Weltraumtechnologie. Bis zu einer solchen Wertschätzung war es ein weiter Weg.

          1 Min.

          Seit ihrer Gründung am 31. Mai 1975 hat die Esa zahlreiche Erfolge gefeiert, aber auch Fehlschläge erleiden müssen. Eine Chronik der herausragenden Ereignisse aus drei Jahrzehnten:

          November 1977: „Meteosat-1“, der erste europäische Wettersatellit, wird mit einer amerikanischen Rakete in die Erdumlaufbahn gebracht.

          Dezember 1979: Die erste Trägerrakete der Esa „Ariane-1“ startet erfolgreich in den Weltraum. Die Rakete bringt eine 200 Kilogramm schwere Experimentierkapsel in eine geostationäre Umlaufbahn.

          Dezember 1983: Das europäischen Weltraumlabor „Spacelab-1“ wird mit dem Space Shuttle „Columbia“ der Nasa in den Erdorbit geschickt. Mit Ulf Merbold ist bei dem zehntägigen Flug erstmals ein Esa-Astronaut dabei.

          Oktober 1997: An Bord der amerikanischen Muttersonde „Cassini“ hebt die Sonde „Huygens“ zu einem siebenjährigen Flug zum Planeten Saturn ab.

          Dezember 2002: Kurz nach dem Start zum Jungfernflug wird die neueste Trägerrakete „Ariane-5-Plus“ mit wertvollen Kommunikationssatelliten an Bord wegen technischer Probleme gesprengt. Gesamtschaden: mehr als 600 Millionen Dollar (damals knapp 600 Millionen Euro). Bereits 1996 war eine „Ariane-5“ vom Kurs abgekommen und mußte zerstört werden. Schaden: mehr als 850 Millionen Dollar.

          September 2003: Die erste europäische Mondsonde „SMART-1“ macht sich mit einer „Ariane-5“-Rakete auf den Weg. 13 Monate später liefert sie Nahaufnahmen des Erdtrabanten.

          Februar 2004: Der britische Marslander „Beagle-2“ wird offiziell für verloren erklärt. Seit seiner Ankunft auf dem Mars am 25. Dezember 2003 hatte er keine Signale gesendet. „Beagle-2“ war mit der Esa-Sonde „Mars Express“ zum Roten Planeten gestartet, die zahlreiche Daten vom Mars geliefert hat.

          März 2004: Die Raumsonde „Rosetta“ startet vom Raumfahrtbahnhof Kourou in Französisch-Guyana zu einer bisher einmaligen Kometenjagd. Die Esa übernimmt die Führung der Sonde auf ihrem zehnjährigen Flug zum Kometen Tschurjumow-Gerassimenko. Im Jahr 2014 soll „Rosetta“ den Kometen auf seinem Weg in Richtung Sonne begleiten und den Lander „Philae“ auf ihm absetzen.

          Januar 2005: Der Lander „Huygens“ koppelt sich von der amerikanischen Trägersonde „Cassini“ ab und fliegt zum Saturnmond Titan. Dort gelingt eine Landung auf der Oberfläche. „Huygens“ sendet spektakuläre Daten und Bilder von dem wolkenverhangenen Mond zur Erde.

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