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Bericht des Weltklimarats : Der Klimastachel im Fleisch

Stehen auch im Fokus der Debatte: Kühe als Nahrungsmittel, hier in Sachsen Bild: dpa

Nicht die wachsende Weltbevölkerung ist das große Problem, sondern die Art und Weise, wie die Menschen auf der Erde leben. Wir sind gezwungen, unsere Prioritäten zu verändern. Nichts wird so bleiben.

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          Der Weltklimarat IPCC hat weder das Mandat noch das Ziel, den Menschen vorzugeben, was sie künftig essen und wie sie Nahrung produzieren sollen; sowenig, wie die Wissenschaft, die hinter dem tausend Seiten starken IPCC-Sonderbericht über Landnutzung und Klimawandel steht, in der Vergangenheit das Kinderkriegen zu beeinflussen vermochte, als man auf die Folgen der Bevölkerungsexplosion hinwies. Aber der Klimarat hat alles Recht, ja sogar den Auftrag aller Regierungen, die Lösungen der Klimakrise zu seiner Sache zu machen und vehement zu vertreten.

          Tatsächlich ist der neue IPCC-Bericht in dieser Hinsicht ein Meilenstein. Denn er ragt in seiner Alltagswirkung über alle vorhergehenden Analysen hinaus: Die Fachleute arbeiten nun mehr denn je an raschen Lösungen, die nicht immer (nur) politische, sondern auch sehr persönliche Entscheidungen betreffen. Das Thema Landnutzung ist der perfekte Hebel dafür. Vordergründig geht es diesmal weniger um Temperaturen und Klimaphysik, auch nicht um Nord-Süd-Konflikte, sondern um den Konsum und die Lebensführung jedes Einzelnen.

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